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Zuletzt aktualisiert: 19.01.2009 um 20:00 UhrKommentare

Kitzbühel: Die Streif sorgt für Ausfälle

Die Mausefalle ist zugeschnappt und Kitzbühel hat jetzt ein Problem: Es gibt genügend Rennläufer für die Abfahrt, aber zu wenig Vorläufer.

Scott Macartney

Foto © APAScott Macartney

Schlagzeilen von der Streif: Scott Macartney und Fred Zeilbauer werden nicht in Kitzbühel starten. Der im Vorjahr schwer gestürzte US-Abfahrer hat sich in Wengen am linken Knie verletzt und muss absagen. Er ist bereits zu weiteren Untersuchungen auf der Heimreise. Das steht auch Fred Zeilbauer bevor. Der Mürztaler hatte sich über das Vorläufer-Casting für Kitzbühel "qualifiziert", nach einem ersten Trainingslauf von ganz oben muss er aber vorzeitig aufgeben.

Zusammengestaucht. "Passiert ist es gleich nach der Mausefalle", erzählt der Krieglacher. "In der Kompression waren noch keine Hilfslinien zur besseren Orientierung aufgespritzt. Da hat es mich regelrecht zusammengestaucht. Ich bin zwar nicht gestürzt und auch der Verdacht auf Wirbelbruch hat sich nach dem CT zum Glück nicht bestätigt. Aber der Rennarzt hat dringend empfohlen, nicht zu starten." Zähneknirschen am Handy.

Nebenjob: Schilehrer. Zeilbauer ist 36 Jahre alt ("wie der Hermann"), arbeitet als Industriearbeiter bei Böhler und hilft nebenbei als Schilehrer aus. Stets ist er bei ÖSV-Punkterennen und im Masters-Cup am Start. Er kann also wirklich Schi fahren. "Aber welche Kräfte auf der Streif wirken, ist echt gewaltig. Im Nu hast du nach dem Start 90 km/h drauf. Dann der Steilhang, extrem vereist. Der Hausberg mit 120 km/h und die Sprünge über vierzig, fünfzig Meter sind auch ein Erlebnis." Aber bei aller Faszination für den Mythos Streif: "Die Gesundheit geht vor. Das macht nur Sinn, wenn man tipp-topp fit ist. " Wenn es das Rennbüro erlaubt, bleibt Zeilbauer in Kitzbühel, um die restlichen Vorläufer zu betreuen.

Vorläufer-Mangel. Denn: Die Veranstalter in Kitzbühel haben jetzt ein Problem. Sie haben nur noch vier Vorläufer zur Verfügung, zwei Schweizer kommen heute zum ersten offiziellen Training aus Wengen angereist. Die FIS fordert aber zehn bis zwölf. Also, wer Zeit, Lust und Mut hat

CHRISTOPH HEIGL

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