In der zweiten Springer-Reihe herrscht Alarmstufe Rot
Österreichs Adler sind im Weltcup top, bei der zweiten Garnitur drückt aber der Schuh.

Foto © GEPAMario Innauer & Co. bereiten dem ÖSV Sorgen
Keine Frage, in Sachen Schispringen ist Österreich derzeit top - Loitzl, Schlierenzauer und Co. lassen mit ihren Erfolgen gar ihre alpinen Kollegen vor Neid erblassen. Trotzdem herrscht im "Adler-Horst" Alarmstufe Rot. Denn das Abschneiden der nationalen Gruppe bei der Tournee war enttäuschend. Da es auch im Continentalcup mäßig läuft, verlor Österreich im Weltcup erstmals seit Jahren den siebenten Startplatz. Dabei sah es vor kurzem noch so rosig aus. Doch was wurde aus den Hoffnungsträgern à la Arthur Pauli und Mario Innauer?
Verletzt. Pauli erlitt im Sommer bei einem Trainingssturz eine Gehirnerschütterung sowie eine Lungenquetschung. Das hinterließ Spuren: Der 19-Jährige musste wegen der in Folge aufgetreten Angst vorm Springen psychologische Hilfe in Anspruch nehmen und tastet sich nun via Continentalcup langsam wieder an die Weltspitze heran.
Schule abgebrochen. Noch komplizierter verhält es sich bei Innauer. Der Sohn vom ÖSV-Sportdirektor brach die Schule in Stams ab und hängte seine Bretter kurzfristig sogar an den Nagel. Am Erfolg seines einstigen Zimmerkollegen Gregor Schlierenzauer sei er nicht zerbrochen, betont Nick Huber, Trainer der zweiten Leistungsgruppe. "Mario ist vielmehr zum Mann gereift. Er ist jetzt bald 19, hat sechs Kilo zugenommen und dadurch hat sich auch die ganze Hebelwirkung in seinem Körper verschoben."
"Zeit geben". Papa Innauer gibt sich hinsichtlich seines Sohnemanns bedeckt. Nur so viel: "Man muss ihm Zeit geben. Aber ich traue ihm zu, dass er bald in den Continentalcup zurückkehrt." Gemeinsam mit Werner Rathmayr absolvierte Innauer Junior in Villach erst kürzlich wieder die ersten Sprünge, und angeblich soll auch Toni selbst schon mit seinem Sohn trainiert haben.














