Pisten-Security: "Wir stoppen Raser"
Manfred Berger leitet die Pisten-Security auf der Gerlitzen.
Sie haben vor sechs Jahren auf der Gerlitzen eine "Pisten-Security" ins Leben gerufen. Ist die Zahl der Schi- und Snowboardunfälle seither zurückgegangen?
MANFRED BERGER: Es gibt jetzt um rund 15 Prozent weniger Kollisionen. Alleine unsere Präsenz sorgt dafür, dass die Leute vorsichtiger fahren. Das ist so wie bei der Polizei. Wenn man sie sieht, fährt man auch automatisch vorsichtiger.
Was zählt zu den Aufgaben der Pisten-Security?
BERGER: Der Tag beginnt damit, dass wir in der Früh Gefahrenstellen absichern. Wir sind aber bei allen möglichen Problemen Ansprechpartner auf der Piste. Viele Urlauber beispielsweise kennen sich bei den Schwierigkeitsgraden der Pisten nicht so gut aus.
Werden Pisten-Rowdys von euch gestoppt?
BERGER: Wenn Raser unterwegs sind, die andere Leute gefährden, stoppen wir sie und reden mit ihnen. Bei Uneinsichtigen ist es auch schon vorgekommen, dass in Absprache mit dem Liftbetreiber die Liftkarte gesperrt wurde. Wir haben nach Kollisionen auch schon Fahrerflüchtige gestellt und der Alpinpolizei übergeben.
Es ist herrliches Wetter. Die Pisten sind derzeit voll. Hat es im Vergleich zum Vorjahr mehr Unfälle gegeben?
BERGER: Es hat heuer weniger Unfälle gegeben. Der Grund ist, dass mehr Schnee liegt und die Pistenfläche damit breiter ist. Es teilt sich mehr auf. Und weil wir Pulverschnee haben, sind die Verletzungen auch weniger schwer als sonst bei den eisigen Pisten.















