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Zuletzt aktualisiert: 30.12.2008 um 19:46 UhrKommentare

Wolfgang Loitzl möchte den "2er-Fluch" endlich besiegen

Ist Wolfgang Loitzl tatsächlich der ewige Zweite? Fest steht, dass den Steirer die Zahl Zwei verfolgt. Von einem Fluch will der Tournee-Zweite aber nichts wissen...

Wolfgang Loitzl

Foto © APWolfgang Loitzl

Passiert Ihnen das zufällig auch? Immer wenn Sie spät abends auf eine digitale Uhr schauen, dann ist es gerade 22.22 Uhr. Es scheint wie verhext. Aber vielleicht fällt es einem nur deswegen auf, weil diese Uhrzeit wegen ihrer Zahlenkombination so markant ist. Vier Zweier in Serie sind ja auch außergewöhnlich.

Zweier-Fluch. Nicht für Wolfgang Loitzl. Der hat die Zahl zwei gepachtet. Ein regelrechter Fluch scheint es schon zu sein - so, wie den Steirer diese Zahl verfolgt. Vier Zweier? Kein Problem für Loitzl, wurde er doch heuer bereits vier Mal Zweiter. Zuletzt beim Tournee-Auftakt in Oberstdorf bei seinem 222. Weltcup-Einsatz. Am Ende fehlten ihm vor den 22.000 Fans nur 1,2 Punkte. Doch der Vater zweier Söhne (der jüngere, Niklas, ist zwei Jahre alt) lässt sich dadurch nicht irritieren.

Verfolgt. Oder vielleicht doch? Auf die Frage, wie er im Tour-Bus mit seinen Kollegen die Zeit verbringt, sagte Loitzl am Dienstag: "Wir spielen öfter Poker. Beim letzten Mal wurde ich Zweiter und hab' zwei Euro gewonnen." Kaum hatte er geantwortet, blickte der Bad Mitterndorfer selbst ganz verdutzt.

Kein Ärger. Und dennoch, von einem Fluch will der Tournee-Gesamtzweite, der es in seiner Karriere auf bisher sechs zweite Plätze gebracht hat, aber nach wie vor seinem ersten Sieg nachspringt, nichts wissen. "Und wenn, dann ist es ein positiver Fluch. Denn ich bin in meiner Karriere noch nicht so oft auf dem Podest gestanden, als dass ich mich jetzt über zweite Plätze ärgern könnte."

Auf Vettoris Spuren. In seiner Rolle als erster Verfolger von Tournee-Leader Simon Ammann fühlt sich der 28-Jährige wohl. "Die Mitfavoritenrolle hat mich zusätzlich motiviert. Jetzt schauen wir mal, was beim Neujahrsspringen in Garmisch passiert." Und wenn es auch bei der Tournee nicht für einen Sieg reicht? "Wenn ich dafür trotzdem Gesamtsieger werde, könnte ich damit leben", lächelt Loitzl. Selbiges ist als letztem Österreicher übrigens Ernst Vettori in der Saison 1986/87 geglückt.

Silvester. Den Silvesterabend verbringt Loitzl wie in den letzten 13 Jahren mit seinen Springer-Kollegen in Garmisch. Wie lange er aufbleiben wird? "Bestimmt nicht bis zwei"...

ALEXANDER TAGGER, GARMISCH

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