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Zuletzt aktualisiert: 02.01.2009 um 21:01 UhrKommentare

Show-Event: Erst im "Stechen" holte sich Neureuther den Sieg

Vor rund 35.000 russischen Fans holte sich der Deutsche Felix Neureuther im Parallel-Slalom nach Entscheidungslauf den Sieg vor Grange (FRA). Miller wurde beim Flutlicht-Spektakel Dritter, die ÖSV-Asse Reinfried Herbst und Mario Matt schieden im Viertelfinale out.

Die Mega-Rampe inmitten der russischen Hauptstadt

Foto © APDie Mega-Rampe inmitten der russischen Hauptstadt

Felix Neureuther hat am Freitag das neuartige Parallelrennen der alpinen Schi-Asse in Moskau gewonnen. Zuerst sah es nach zwei Siegern aus, da der Deutsche und Slalom-Weltcupleader Jean-Baptiste Grange im Finale ex aequo ins Ziel kamen. Im Entscheidungslauf behielt Neureuther aber die Überhand und kassierte 30.000 Dollar (21.636 Euro) Preisgeld. Bode Miller sicherte sich im US-Duell mit Ted Ligity Rang drei. Die Österreicher Reinfried Herbst und Mario Matt waren im Viertelfinale ausgeschieden.

Erster Sieg. Für Neureuther war es sein erster Sieg gegen die Weltelite, der 24-Jährige steht noch ohne Weltcupsieg da. Er arbeitete sich bei diesem K.O.-Event gegen den Slowenen Bernard Vajdic, Matt sowie Ligety ins Finale vor. Grange war als Slalom-Weltranglistenleader topgesetzt und entschied die Duelle mit dem Russen Stepan Zuew, dem Schweden Jens Byggmark und Miller für sich.

Mega-Rampe. Im ersten Finallauf war auf dem mit 14 Toren ausgeflaggten Kurs Neureuther um 0,41 Sekunden schneller als sein Rivale gewesen, im zweiten Heat drehte Grange bei recht windigen Bedingungen und minus zwölf Grad den Spieß um. Der Event wurde auf einer 150 m langen, 28 m breiten und 56 hohen, vor der Lomonosow-Universtität aufgestellten Rampe abgehalten. Miller hatte gegen Ligety wenig Probleme, kassierte für Rang drei 10.000 Dollar.

Prestige-Erfolg. Herbst hatte auf dem Riesentorlauf ähnlichen Kurs im Achtelfinale gegen Aksel-Lund Svindal einen Prestige-Erfolg gelandet, den Norweger hatte freilich im zweiten Lauf eine Starttor-Blockade behindert. In der Runde der letzten Acht kam der 30-jährige Salzburger im Duell mit Miller zunächst zu Sturz, wofür er den Maximal-Rückstand von 0,5 Sekunden kassierte. Auch in Lauf zwei griff Herbst in den Schnee.

Salto am Start. Matt hatte es im Achtelfinale geschafft, gegen den Schweizer Didier Cuche einen 0,5-Sekunden-Rückstand in einen Vorsprung von 5/100 umzuwandeln. Auch danach gegen Neureuther riss der Tiroler in Heat eins das maximale Handicap auf, ehe er sich dem Bayern doch nur um 13/100 geschlagen geben musste. Probleme beim Start hatte u.a. auch Alexander Horoschilow, der Russe fabrizierte einen spektakulären Salto.

Show-Event mit Feuerwerk. Startberechtigt waren die Top 11 der Slalom-Weltrangliste per Mitte Dezember, dazu per Einladung Cuche, Svindal und Miller sowie Zuew und Horoschilow. Hermann Maier hatte genauso wie Benjamin Raich abgesagt. Die vor zehntausenden Besuchern bei eisigen Temperaturen abgewickelte Veranstaltung hatte Show-Charakter, so wurde schon während des Achtelfinales ein Feuerwerk abgefeuert. Jeder Teilnehmer erhielt 10.000 Dollar (7.212 Euro) Startgeld.

Party und Dinner. Nach dem Rennen ging es mit einer Party inklusive Gala-Dinner weiter und am Mittwoch haben die Aktiven die Möglichkeit, mit dem russischen Premiers Wladimir Putin zum Schilauf nach Sotschi zu jetten, von dort können die Alpin-Asse auf Wunsch zum Slalom-Weltcup in Zagreb abheben. Die Moskauer Veranstaltung war auch und vor allem als Werbemaßnahme für Olympia 2014 in Sotschi gedacht und wurde von Putin promotet.


Fotoserie

Foto

Foto © GEPA

Neureuther durfte jubelnFoto © GEPA

Parallelslalom in Moskau

Finale:
Neureuther (GER) - Grange (FRA) nach zwei Läufen ex aequo - Neureuther-Sieg im dritten Entscheidungslauf

Um Platz drei:
Miller (USA) - Ligety (USA), Miller siegt mit 0,5 Sek. Vorsprung

Semifinale:
Grange - Miller, Grange siegt mit 0,5 Sek. Vorsprung
Neureuther - Ligety, Neureuther siegt mit 0,27 Sek. Vorsprung

Viertelfinale u. a.:
Miller - Herbst (AUT, +0,5)
Neureuther - Matt (AUT, +0,13)

Foto

Foto © AP

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