Show-Event: Erst im "Stechen" holte sich Neureuther den Sieg
Vor rund 35.000 russischen Fans holte sich der Deutsche Felix Neureuther im Parallel-Slalom nach Entscheidungslauf den Sieg vor Grange (FRA). Miller wurde beim Flutlicht-Spektakel Dritter, die ÖSV-Asse Reinfried Herbst und Mario Matt schieden im Viertelfinale out.

Foto © APDie Mega-Rampe inmitten der russischen Hauptstadt
Felix Neureuther hat am Freitag das neuartige
Parallelrennen der alpinen Schi-Asse in Moskau gewonnen. Zuerst sah es nach zwei Siegern aus, da der Deutsche und Slalom-Weltcupleader Jean-Baptiste Grange im Finale ex aequo ins Ziel kamen. Im Entscheidungslauf behielt Neureuther aber die Überhand und kassierte 30.000 Dollar (21.636
Euro) Preisgeld. Bode Miller sicherte sich im US-Duell mit Ted Ligity
Rang drei. Die Österreicher Reinfried Herbst und Mario Matt waren im
Viertelfinale ausgeschieden.
Erster Sieg. Für Neureuther war es sein erster Sieg gegen die Weltelite, der
24-Jährige steht noch ohne Weltcupsieg da. Er arbeitete sich bei
diesem K.O.-Event gegen den Slowenen Bernard Vajdic, Matt sowie
Ligety ins Finale vor. Grange war als Slalom-Weltranglistenleader
topgesetzt und entschied die Duelle mit dem Russen Stepan Zuew, dem
Schweden Jens Byggmark und Miller für sich.
Mega-Rampe.
Im ersten Finallauf war auf dem mit 14 Toren ausgeflaggten Kurs
Neureuther um 0,41 Sekunden schneller als sein Rivale gewesen, im
zweiten Heat drehte Grange bei recht windigen Bedingungen und minus
zwölf Grad den Spieß um. Der Event wurde auf einer 150 m langen, 28 m
breiten und 56 hohen, vor der Lomonosow-Universtität aufgestellten
Rampe abgehalten. Miller hatte gegen Ligety wenig Probleme, kassierte
für Rang drei 10.000 Dollar.
Prestige-Erfolg.
Herbst hatte auf dem Riesentorlauf ähnlichen Kurs im Achtelfinale
gegen Aksel-Lund Svindal einen Prestige-Erfolg gelandet, den Norweger
hatte freilich im zweiten Lauf eine Starttor-Blockade behindert. In
der Runde der letzten Acht kam der 30-jährige Salzburger im Duell mit
Miller zunächst zu Sturz, wofür er den Maximal-Rückstand von 0,5
Sekunden kassierte. Auch in Lauf zwei griff Herbst in den Schnee.
Salto am Start.
Matt hatte es im Achtelfinale geschafft, gegen den Schweizer
Didier Cuche einen 0,5-Sekunden-Rückstand in einen Vorsprung von
5/100 umzuwandeln. Auch danach gegen Neureuther riss der Tiroler in
Heat eins das maximale Handicap auf, ehe er sich dem Bayern doch nur
um 13/100 geschlagen geben musste. Probleme beim Start hatte u.a.
auch Alexander Horoschilow, der Russe fabrizierte einen spektakulären
Salto.
Show-Event mit Feuerwerk.
Startberechtigt waren die Top 11 der Slalom-Weltrangliste per
Mitte Dezember, dazu per Einladung Cuche, Svindal und Miller sowie
Zuew und Horoschilow. Hermann Maier hatte genauso wie Benjamin Raich
abgesagt. Die vor zehntausenden Besuchern bei eisigen Temperaturen
abgewickelte Veranstaltung hatte Show-Charakter, so wurde schon
während des Achtelfinales ein Feuerwerk abgefeuert. Jeder Teilnehmer
erhielt 10.000 Dollar (7.212 Euro) Startgeld.
Party und Dinner.
Nach dem Rennen ging es mit einer Party inklusive Gala-Dinner
weiter und am Mittwoch haben die Aktiven die Möglichkeit, mit dem
russischen Premiers Wladimir Putin zum Schilauf nach Sotschi zu
jetten, von dort können die Alpin-Asse auf Wunsch zum Slalom-Weltcup
in Zagreb abheben. Die Moskauer Veranstaltung war auch und vor allem
als Werbemaßnahme für Olympia 2014 in Sotschi gedacht und wurde von
Putin promotet.
Features
Fotoserie
Foto

Neureuther durfte jubelnFoto © GEPA
Parallelslalom in Moskau
Finale:
Neureuther (GER) - Grange (FRA) nach zwei Läufen ex aequo - Neureuther-Sieg im dritten Entscheidungslauf
Um Platz drei:
Miller (USA) - Ligety (USA), Miller siegt mit 0,5 Sek. Vorsprung
Semifinale:
Grange - Miller, Grange siegt mit 0,5 Sek. Vorsprung
Neureuther - Ligety, Neureuther siegt mit 0,27 Sek. Vorsprung
Viertelfinale u. a.:
Miller - Herbst (AUT, +0,5)
Neureuther - Matt (AUT, +0,13)
Foto

Foto © AP















