Ammanns Fehler versank in der Nebel-Suppe
Schweizer gewann in Pragelato sein drittes Springen vor Gregor Schlierenzauer. Morgenstern auf Platz zwölf.

Foto © APAGregor Schlierenzauer wurde Zweiter
Manchmal traut man Walter Hofer fast prophetische Eigenschaften zu: "Beim Schispringen ist so viel Timing, soviel Gefühl dabei - die Athleten könnten glatt in eine Nebelwand springen und wären vermutlich die Letzten, die sich darüber beschweren würden", sagte der FIS-Sprungdirektor angesichts der schlechten Sichtverhältnissen in Kuusamo.
Jury-Auge getrübt.
Die Talentprobe durften die ÖSV-Adler und ihre Gegner, allen voran der Schweizer Simon Ammann, am Samstag im italienischen Pragelato antreten. Dichte Nebelschwaden umwabten die Olympia-Schanze und offensichtlich auch so manches Jury-Auge. Die Punkterichter übersahen im ersten Durchgang, den der Tiroler Gregor Schlierenzauer nach einem Satz auf 137,5 mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,9 Punkte auf Ammann gewann, einen groben Fehler des Schweizers. Der griff nach einer etwas missglückten Landung bei 139,5 Meter mit der rechten Hand deutlich in den Schnee. In den Noten der Sprungrichter schlug sich das allerdings nicht nieder - die Basis für den dritten Sieg des Schweizers.
Neuer Schanzenrekord.
Der zeigte im zweiten Durchgang Konkurrenz und Jury, dass er auch perfekt landen kann - segelte über 144 Meter zum neuen Schanzenrekord und verwies Schlierenzauer und den starken Jung-Finnen Ville Laurinto auf die Plätze zwei und drei.
Thomas Morgenstern blieb auch in Pragelato hinter den Erwartungen. Auf der Olympia-Schanze segelte "Morgi" im ersten Durchgang auf Rang neun, am Ende wurde es nur ein zwölfter Platz für den Seriensieger des Vorjahres.
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Ammann springt SchanzenrekordFoto © APA















