Überraschungssieg von Janka - ÖSV-Team schwer geschlagen
WM-Generalprobe, Teil II: Der Riesentorlauf in Val d'Isère warf viele Favoriten ab - und machte den Weg frei für den Sensationssieg von Carlo Janka.

Foto © APShootingstar Janka gewinnt überraschend in Val d'Isere
Auf diese WM kann man sich wirklich freuen - denn in auf der "Face de Bellevarde" kann man praktisch nichts vorhersagen. Und nur ganz wenige hätten am Samstag im Riesentorlauf auf einen Sieg des Schweizers Carlo Janka getippt - auch wenn der schon im Super-G der Superkombi tags zuvor seine Visitenkarte abgegeben hatte. Und wohl keiner hatte ernsthaft damit gerechnet, dass die Österreicher dieses Rennen schnell abhaken und bei der WM auf kräftige Besserung hoffen müssen: Denn mit Philipp Schörghofer landete der beste unmittelbar vor Hannes Reichelt auf Rang acht, Marcel Hirscher lieferte als Elfter sein bisher bestes RTL-Ergebnis ab.
Aus von Benni Raich.
Verantwortlich für diese Enttäuschung war vor allem das Aus von Benni Raich. Der war im ersten Durchgang zwar bis zur ersten Zwischenzeit mit Abstand der Schnellste - nur kam er nicht einmal zur zweiten Zeitmessung. Vom Hoch der zwei Siege fiel der Tiroler also unsanft in den Schnee und muss am Sonntag im Slalom (10.30/13.30 Uhr, live ORF 1) auf Wiedergutmachung hoffen.
Brutale Verhältnisse.
Doch Raich war bei weitem nicht der einzige, der sich mit der extremen Steilheit des Hanges, der engen Kurssetzung, den wechselnden Schnee- undim zweiten Lauf schlechten Sichtverhältnissen sowie den vielen Schlägen auf der Rumpelpiste nicht anfreunden konnte. Das schaffte Carlo Janka am besten: Der 22-Jährige war als Vierter des ersten Laufs der erste, der den Franzosen Gauthier de Tessieres, nach dem ersten Durchgang nur 30., an der Spitze des Feldes abfing. Und mit seiner Fahrt letztlich ganz an die Spitze kam. "Mit dem Sieg", sagte er erstaunlich cool, "hätte ich nicht gerechnet. Aber es ist hier sehr steil, der Kurs dreht extrem - und das liegt mir."
Es gibt viel zu tun.
Die Läufer und Trainer wissen damit nach den ersten zwei Tagen der WM-Generalprobe eines: Es gibt viel zu tun. Der Hang ist so eigen und steil, dass es wohl eine besondere Vorbereitung benötigt - wenn man ähnliche Verhältnisse woanders überhaupt simulieren kann. Und aus ÖSV-Sicht unterstrichen Schörghofer ("So ein Resultat auf der WM-Piste ist eine gute Werbung"), Reichelt und Hirscher ihre Anwartschaft auf einen WM-Startplatz. Vor der Aufstellung warten nur noch die Rennen in Alta Badia und Adelboden.
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Benni Raich schied im ersten Lauf ausFoto © GEPA















