Macartney hat wieder Riesenspaß
Zehn Monate nach seinem Horrorsturz in Kitzbühel schnallte Scott Macartney in Lake Louise für die samstägige Abfahrt erstmals wieder rennmäßig die Schi an. Auch in "Kitz" will der US-Boy wieder starten.

Foto © APAMacartney ist in der vorigen Saison in Kitzbühel schwer gestürzt
Stellen Sie sich mal kurz vor, Sie hätten einen Flugzeugabsturz schwer verletzt überlebt. Würden Sie jemals wieder in einen Flieger steigen? Ähnlich verhält es sich bei der Geschichte von Scott Macartney. Ja genau, das ist jener Amerikaner, der vor zehn Monaten beim Zielsprung von Kitzbühel zuerst meterhoch in die Luft abhob und dann auf dem pickelharten Schnee "zerschellte". Der Draufgänger zog sich beim damaligen Horrosturz ein Schädel-Hirn-Trauma zu und wurde in den künstlichen Tiefschlaf versetzt . . .
"Auf der Strecke hatte ich Riesenspaß".
Eigentlich nur logisch, dass sich der US-Boy nie wieder über eine Abfahrt hinunter wagen würde. Aber falsch gedacht. Erstmals nach seinem Crash der Kategorie "besser nicht hinsehen" absolvierte Macartney nun in Lake Louise ein Renntraining für die samstägige Abfahrt - und atmete danach tief durch: "Ich war nervös, aber auf der Strecke hatte ich dann Riesenspaß."
Will auch in Kitzbühel antreten.
Der furchtlose Amerikaner will diesen Winter alle Abfahrten und Super-G bestreiten und auch in Kitzbühel wieder antreten. Schlechte Erinnerungen will er dorthin nicht mitnehmen. "Mal schauen, was mein Kopf sagt, wenn ich dort bin. Aber sportlich sollte es okay sein, bis dahin haben wir ja alle schon einige Rennen in den Beinen". Vorwürfe gibt es von ihm keine. "Ich bin beim letzten Sprung gestürzt. In Kitz gibt es vorher schon fünf Stellen, die viel gefährlicher sind." Die Tragödie rund um Matthias Lanzinger hat er natürlich mitbekommen: "Ich habe das Rennen in Kvitfjell für eine Website kommentiert und praktisch live gesehen." Er könne nicht sagen, ob bei Lanzinger Fehler passiert seien. "Auf jeden Fall ist bei ihm viel schief gegangen, während ich in Kitzbühel eine perfekte Versorgung hatte und innerhalb von 20 Minuten im Krankenhaus war. Ich hatte alles Glück dieser Welt und kann deshalb nur hoffen, dass es künftig überall so ist wie bei mir in Kitz."
Svindal kehrt nach Beaver Creek zurück.
Das Thema "Horrorsturz" wird auch Aksel Lund Svindal spätestens nächste Woche einholen, wenn der Schi-Zirkus in Beaver Creek Station macht. Der Norsker stürzte dort vor einem Jahr beim Abfahrtstraining schwer und verlor eine ganze Saison.
Programm Lake Louise
Samstag: Abfahrt, Start um 19:30 Uhr
Sonntag: Super G, Start um 19:30 Uhr



















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