Raich will Levi-Out so schnell wie möglich abschütteln
Benjamin Raich will den Blick nach seiner "Irrfahrt" in Levi nach vorne richten. Maier reist trotz Verletzung nach Sun Peaks.

Foto © GEPABenjamin Raich
Ein Riesentorlauf-Sieg durch Kathrin Zettel in Sölden und ein dritter Platz bei den Herren durch Mario Matt im Levi-Slalom: Das ist nach jeweils zwei Slaloms und Riesentorläufen die Podium-Bilanz des ÖSV, bevor der noch junge Alpinschi-Weltcup nun in Nordamerika endlich auch mit Speed-Rennen weitergeht.
Slalom-Comeback
Weitere Trainingseinheit. Schon am Montag flog ein erster Teil der ÖSV-Mannschaften ins kanadische Sun Peaks, um sich dort auf die kommenden Rennen in Lake Louise bzw. Beaver Creek vorzubereiten. Mit dabei: Hermann Maier. Trotz eines Querrisses in der Bandscheibe nimmt der Salzburger beim Training in Sun Peaks teil. "Ich will nichts unversucht lassen, um an den Rennen in Lake Louise und Beaver Creek teilnehmen zu können", so Maier. Wenn es die körperliche Verfassung zulässt, möchte Maier Ende dieser Woche wieder auf Schiern stehen. Benni Raich hingegen legte nach seinem ärgerlichen Ausfall im Levi-Slalom noch eine Trainingseinheit zu Hause ein.
Irrfahrt. Bis dahin sollten sich auch die Grübeleien im Kopf des Tirolers
verflüchtigt haben. Denn nach dem Levi-Out war es Österreichs Schi-Aushängeschild auch kein Trost, dass es sich bei seiner "Irrfahrt" durch den verrückten Kurs von Ante Kostelic in guter Gesellschaft befunden hatte. Auch sieben andere Kollegen waren im zweiten Durchgang nicht ins Ziel gekommen. "Der Ärger ist trotzdem sehr groß. Wenn du noch nicht einmal das Gefühl für den Kurs gefunden hast und schon wieder draußen stehst, ist das schade. Vor allem, weil wirklich was drin gewesen wäre", bedauerte er.
Miller Topfavorit. Dass Miller wie dessen US-Landsfrau Lindsey Vonn schon wieder in Hochform ist, hat Raich registriert. "So wie es derzeit aussieht, ist Bode bei uns wieder der Topfavorit. Aber die Saison ist lang und auch ein Svindal, Albrecht usw. werden noch Gas geben", ist Raich
überzeugt. Ob der seit 9. Dezember 2007 (Bad Kleinkirchheim) sieglose Pitztaler nächste Woche in Lake Louise neben dem Super-G auch die
Abfahrt bestreiten wird, ist noch offen. "Ich werde mittrainieren und
dann sehen. Wenn es so läuft wie letztes Jahr, lass ich es aber
besser."
Angeschlagen
Hans Grugger muss für die Überseerennen passen. Der 26-Jährige laboriert an einer bakteriellen Entzündung im linken Knie und ist erst in ein paar Wochen wieder voll belastungsfähig.

















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