Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 26. Oktober 2014 07:01 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    Home » Sport » Ski
    FIS-Boss nimmt die FIFA "auf die Schaufel" Wieder eine Trophäe für Fenninger Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Ski Nächster Artikel FIS-Boss nimmt die FIFA "auf die Schaufel" Wieder eine Trophäe für Fenninger
    Zuletzt aktualisiert: 30.10.2008 um 08:18 UhrKommentare

    FIS-Renndirektor Hujara: "Jeder trägt ein Risiko"

    Günter Hujara, Renndirektor der FIS, macht sich über den "Fall Matthias Lanzinger" und etwaige Folgen Gedanken.

    Günter Hujara

    Foto © GEPAGünter Hujara

    Herr Hujara, als FIS-Renndirektor sind Sie für alle Seiten der Böse, wenn es um Sicherheit geht. Sind Sie das gerne?
    Günter Hujara: Gerne nicht, aber einer muss den Job tun. Man darf Kritik nicht persönlich nehmen, und muss wissen, was man tut. Sollte ich das nicht mehr können und wollen, bin ich weg.

    Macht Ihnen die Arbeit in Zeiten wie diesen Spaß - überhaupt jetzt, wo der Anwalt von Matthias Lanzinger Klage eingebracht hat?
    Hujara: Sagen wir so: Es ist eine Herausforderung. Man wird Sicherheit nie gewährleisten können. Man kann auch nicht alle Forderungen auf einmal in die Tat umsetzen. Und zum Fall Lanzinger: Es ist legitim, dass jemand klagt. Für uns wird die Frage interessant sein, ob die Athleten-Erklärung, in der sie unterschreiben, die Haftung selbst zu tragen, rechtlich standhält.

    Wobei die Anschuldigungen Sie ja gar nicht wirklich betreffen.
    Hujara: Das stimmt, das Gutachten geht nicht darauf ein, was auf der Piste passiert ist - auch ob der Hubschrauber der richtige war, ist keine Diskussion. Ob die medizinische Erstversorgung oder der Transport zuerst nach Lillehammer korrekt war - das liegt nicht in meinem Bereich. Aber ich sehe ein anderes Problem.

    Welches?
    Hujara: Wenn es jetzt als "Schuldeingeständnis" gewertet wird, dass wir Bestimmungen und Regeln verbessern und überarbeiten, dann wird es schwierig. Dann könnte man ja jedem zum Vorwurf machen, wenn er etwas kontrolliert - Sie zum Beispiel, wenn Sie ihren Text korrigieren. Und ich muss mich dann immer fragen: Ist es ein Schuldeingeständnis, wenn ich einen Sprung verändere?

    Wie gehen Sie mit solchen Situationen um?
    Hujara: Es ist in der Zwischenzeit so, dass ich mir auf der Piste jedes Wort überlegen muss - eigentlich bräuchte ich dort schon rechtlichen Beistand, um Dinge so zu formulieren, dass sie dann rechtlich halten. Nicht nur die Läufer tragen ein Risiko, die Veranstalter, die Kampfrichter, die ihr Wochenende opfern, und ich auch. Man muss sich einmal überlegen, dass da auch Menschen mit Familie dahinter stehen.

    Aber trotzdem regt sich jeder genau über die Funktionäre auf.
    Hujara: Eines ist interessant: Schuld sind im Schisport immer die anderen, wenn etwas passiert. Irgendwann muss ich dann das Rennen in Kitzbühel abbrechen, weil eine Wolke da ist. Wir müssen aufpassen, dass das alles nicht in einer Sackgasse endet.

    INTERVIEW: MICHAEL SCHUEN

    Fotoserie

    Mehr Ski

    Mehr aus dem Web

      Die besten Wintersport-Fotos

      Die Höhepunkte aus Sölden 

      Die Höhepunkte aus Sölden

       


      Ski live

      Foto: APA

      Wer ist wie schnell? Mit unserem Ski-Alpin-Live-Ticker sind Sie bei jedem Skirennen hautnah und live dabei!

       


      Ski Alpin: Weltcup-Wertungen

       

      KLEINE.tv

      Skistars schwören sich auf Weltcup ein

      Das ÖSV-Team hatte für vier Tage seine Zelte am Mölltaler Gletscher aufg...Bewertet mit 5 Sternen

       


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang
      Bitte Javascript aktivieren!