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Steiermark ehrt seine Olympioniken Ein Sieg ohne Lohn Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wassersport Nächster Artikel Steiermark ehrt seine Olympioniken Ein Sieg ohne Lohn
Zuletzt aktualisiert: 01.08.2012 um 16:10 UhrKommentare

Das erhoffte Duell fiel bisher aus

Aus dem erwarteten Zweikampf der beiden US-Boys im Aquatics Centre wurde es vorerst nichts, der Franzose Yannick Agnel etwa mischt kräftig mit.

Phelps (links) und Lochte

Foto © APAPhelps (links) und Lochte

Die erste Hälfte der olympischen Schwimmbewerbe der Herren hat doch teilweise überraschende Ergebnisse gebracht. Vor allem war die erwartete Dominanz von Ryan Lochte und Michael Phelps nicht gegeben, sie mussten sich die Schlagzeilen mit anderen teilen. Im Streben um den Status des erfolgreichsten Aktiven bei diesen Spielen sind sie ganz und gar nicht unter sich, der Franzose Yannick Agnel lag zur Halbzeit der achttägigen Titelkämpfe mit Lochte gleichauf voran.

"Zur rechten Zeit am rechten Ort"

Phelps mag am Dienstag im Mittelpunkt gestanden sein, da er mit dem Gewinn seiner 19. Medaille Olympia-Geschichte geschrieben hat. Doch wären für ihn nur die 200 m Delfin auf dem Programm gewesen, hätte eine der schwersten Niederlagen des US-Superstars die Medien beschäftigt. Seit Olympia 2000 hatte er bei Großereignissen über diese Distanz nicht mehr verloren. "Danach war ich schon etwas frustriert", gab er zu. "Ich habe versucht, das aus dem Kopf zu bekommen."

Noch hat es Phelps in seinem letzten Karriere-Event selbst in der Hand, obwohl er in den vergangenen Tagen zweimal nur Silber und über 400 m Lagen gar nur Rang vier erreicht hatte. Dass es in seinen verbleibenden drei Bewerben kein Spaziergang wird, ist ihm bewusst. "Die 19 Medaillen sind jetzt nicht wichtig, ich muss mich auf die anderen Rennen vorbereiten", sagte er. Seinem Delfin-Bezwinger Chad le Clos (RSA) zollte der 27-Jährige Anerkennung. "Er war zur rechten Zeit am rechten Ort."

Am Donnerstag über 200 m Lagen hat Phelps die Chance, sich an Lochte für die Niederlage über die doppelte Distanz zu revanchieren. Am Freitag könnte es über 100 m Delfin aber sehr haarig werden, denn schon in seinen besten Zeiten war das für ihn auf dieser Strecke eine knappe Angelegenheit. Und über 400 m Lagen ging es sich für die USA bei der Shanghai-WM 2011 nur um zwei Zehntel vor Australien mit Gold aus. Also auch hier ist der Weg zum Titel steinig.

Phelps froh über Kraul-Verzicht

Agnel als Gegner in Einzelrennen konnte Phelps im Aquatics Centre vermeiden, nachdem er auf die 200 m Kraul verzichtet hatte. Die hatte der Franzose überlegen gewonnen und erntete dafür vom erfolgreichsten Olympioniken einiges an Lob. "Ich habe ihm gesagt, dass das sein Lauf wahrscheinlich einer der besten fünf Rennen der Schwimmgeschichte war. Ich bin froh, dass ich dafür nicht genannt habe. Sonst hätten mich die Jungs in der Pfeife geraucht."

Im Schluss-Viertel der Staffel über 4 x 200 m Kraul nahm Agnel Phelps 81/100 Sekunden ab, obwohl das US-Star der Zweitschnellste des Feldes war. Mit zwei Gold- und einer Silbermedaille räumte der 20-jährige 2,02-m-Mann an den ersten vier Wettkampftagen gehörig ab. Über 100 m Kraul am (heutigen) Mittwochabend war für ihn noch etwas möglich, auch wenn der Australier James Magnussen als Favorit in den Endlauf ging. In der Lagenstaffel wird Agnel ebenso dabei sein.

Lochte hielt nach fünf Tagen bei einmal Gold und zweimal Silber. Auch er hatte noch drei Chancen auf Medaillen. Die Einteilung der Finale über 200 m Lagen und 200 m Rücken in der gleichen Session ist für den 27-Jährigen aber nicht glücklich. Bisher hat es der bis Freitag 27-Jährige auch schon auf neun Olympia-Medaillen gebracht. Dass er Phelps noch einmal einholt, hält Lochte für nicht unwahrscheinlich: "Das ist sicher möglich. Ich muss dafür nur noch um einiges stärker schwimmen."

Thomas Blaschke/APA aus London

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