FIFA beharrt auf Abstellungspflicht für Fußballer
Spieler unter 23 Jahren müssen von ihren Klubs für die olympischen Spiele freigestellt werden.

Foto © GEPAWerder-Star Diego
Der Welt-Fußballverband (FIFA) hat im Streit um die Freigabe von Fußball-Profis für die Olympischen Spiele auf der Abstellungspflicht für die Clubs beharrt. Der tunesische Einzelrichter der "Kommission für den Status von Spielern", Slim Aloulou, bestätigte am Mittwoch in Zürich die Haltung von FIFA-Präsident Joseph Blatter, dass Spieler unter 23 Jahren für das olympische Fußball-Turnier zwingend abgestellt werden müssen. Bereits am Montag hatte das FIFA-Dringlichkeitskomitee in diesem Sinn entschieden.
Anträge. Der Entscheid erfolgte auf die Anträge, welche die beiden deutschen Bundesligisten SV Werder Bremen und FC Schalke 04 aufgrund ihrer brasilianischen Kicker Diego bzw. Rafinha sowie der FC Barcelona aufgrund des Argentiniers Messi bei der FIFA eingereicht hatten.
Gewohnheitsrecht. Aloulou erachtete den koordinierten internationalen Spielkalender als nicht maßgebend, was die Beurteilung einer Pflicht der Clubs zur Abstellung ihrer Spieler anbelangt. Angesichts der langjährigen und unbestrittenen Praxis - seit 1988 waren die Clubs stets bereit, ihre U23-Spieler abzustellen - hielt er stattdessen eine Berufung auf Gewohnheitsrecht für gerechtfertigt. Bereits das FIFA-Dringlichkeitskomitee hatte diesen Grundsatz in seinem Entscheid erwähnt.
Letzte Chance. Den Clubs bleibt somit nur noch der Gang von den Internationalen Sportgerichtshof (CAS), um eine Olympia-Abstellung zu verhindern. Die CAS-Richter in Lausanne hatten ein Urteil bis zu einer Entscheidung der FIFA ausgesetzt.













