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Zuletzt aktualisiert: 22.08.2008 um 18:11 UhrKommentare

Wallner: "Ich würde niemals flüchten"

ÖOC-Präsident Leo Wallner (72) zieht in Peking zufrieden Bilanz - und will bis 2013 im Amt bleiben.

Leo Wallner

Foto © GEPALeo Wallner

Einmal Silber und zweimal Bronze für Österreich in Peking - Herr Präsident, können Sie zufrieden Bilanz ziehen?
LEO WALLNER: Das kann ich! Ich habe schon vor den Spielen gesagt, dass wir die Welt zwar nicht aus den Angeln heben, wir sie aber ein schönes Stück anheben werden. Wir haben uns hier nicht blamiert, wir hatten keine Touristen dabei. Unsere strengen Limits waren in Ordnung.

Aber in Athen gab es doch sieben Medaillen. . . WALLNER: Athen war eine Ausnahme. Im Schnitt kommen wir mit zwei bis drei Medaillen nach Hause zurück.

Was bedeuten drei Medaillen für die Zukunft?
WALLNER: Wir werden versuchen, auf den einen oder anderen Verband Einfluss zu nehmen. Da muss mehr Aktivität her.

Bei wem , zum Beispiel?
WALLNER: Ich denke an die Leichtathleten oder die Ruderer. Wir werden auch die Verteilung der finanziellen Mittel verfeinern. Am Geld selbst, wird es sicher nicht scheitern.

Was hat Ihnen bei diesen Spielen nicht gefallen?
WALLNER: Der militärische Trill war etwas zu groß. Aber die Chinesen können eben nicht aus ihrer Haut heraus.

Sie sind auch Mitglied des Internationalen Olympischen Comites - ist das IOC mit den Spielen zufrieden?
WALLNER: Vor allem freut man sich, dass es bislang nur fünf Dopingfälle gegeben hat. Diesbezüglich hat das IOC vor den Spielen doch sehr große Angst gehabt. Es ist schön, dass fast alle Medaillen sauber sind - trotz der vielen Weltrekorde.

China räumt bei diesen Spielen gewaltig ab. . .
WALLNER: Man gönnt dem Veranstalter große Erfolge. Und man sollte nicht päpstlicher als der Papst sein, was den Heimvorteil für die Chinesen betrifft.

Ist der Gigantismus hier noch zu übertreffen?
WALLNER: Keiner hat bislang gesagt, die Chinesen haben zu viel gemacht. Die Frage ist: Wird London 2012 so viel Geld überhaupt aufbringen können? Viel wichtiger ist aber die Haltung zur olympischen Bewegung, zu den Spielen und zum Sport.


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Daten & Fakten

Die XXX. Olympischen Sommerspiele fanden von 27. Juli bis 12. August in London statt. Über 16 Wettkampftage wurden in 39 Disziplinen in 26 Sportarten 302 Goldmedaillen vergeben. Rund 10.500 Athleten aus 205 Ländern waren dabei.

 


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