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    Zuletzt aktualisiert: 21.08.2008 um 20:18 UhrKommentare

    Dieser Schlager war kein Hit

    Seit seinem WM-Titel im Jahr 2003 war Werner Schlager (35) in China ein Nationalheld. In Peking wollte er Olympiasieger werden. Dann schied er im Achtelfinale aus. Gegen einen Chinesen natürlich.

    Werner Schlager

    Foto © APWerner Schlager

    Werner Schlager war Österreich letzte Tischtennis-Hoffnung bei Olympia nach dem Scheitern von Robert Gardos, Chen Weixing, Liu Jia und Li Qianbing. Der 35-Jährige, der durch ein 4:3 über den Südkoreaner Yoon das Achtelfinale erreicht hatte, verlor dort gegen den regierenden Weltmeister Wang Liqin 0:4. Das Kunststück von der WM 2003, als Schlager gegen den Chinesen im Viertelfinale gewonnen hatte, konnte er leider nicht wiederholen.

    Nicht notwendig. Österreichs Tischtennis-Weltmeister von 2003 wird in China trotzdem stets hoch verehrt werden. Denn die Chinesen wissen es zu schätzen, wenn ein Europäer in "ihrer" Sportart Weltmeister wird. Auf die Spiele in Peking, seine vierten insgesamt, hatte sich Schlager sehr gefreut. Obwohl er einen Olympiasieg für sein Ego nicht gebraucht hätte.

    WM-Titel hat mehr Wert. "Für andere Leute, die mir nahe stehen, hätte ein Olympiasieg viel bedeutet, für mich weniger." Wie darf man das verstehen, Herr Schlager? "Weil ich den WM-Titel höher einschätze. Denn bei einer WM sind die sieben Besten eines Landes dabei, bei Olympia nur drei. Persönlich brauche ich es nicht mehr, dass alle sagen: Schaut's, der Schlager kann Tischtennis spielen. Das wissen schon alle. Natürlich ist bei Erfolgen eine persönliche Eitelkeit dabei, das ist ganz logisch. Aber innerhalb von Grenzen." Keine Frage, ein Olympiasieg hätte sich auf alle Fälle gut vermarkten lassen, zumal Werner gerade die "Schlager Tischtennis Academy" in Schwechat aufbaut.

    Niveau. Obwohl daraus nichts wurde, ist für Österreichs Tischtennis-Aushängeschild klar: Der Schlager von 2008 würde den Schlager von 2003, der in Paris sensationell Weltmeister geworden war, "locker schlagen." Warum? "Das Niveau unseres Sports hat sich extrem entwickelt, diese Dichte erschreckt mich richtig." Der vielfache Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften ist kein Träumer, sondern knallharter Realist. Und als solcher wusste er vor Olympia: "Sicher ist, dass uns die Chinesen davon sprinten. Sie legen die Latte immer höher in den Bereichen Spielqualität und körperliche Fitness. Wir versuchen, mit unseren Möglichkeiten, so gut es geht, dagegen zu halten. Die Machtdemonstration der Chinesen bei ihren Heimspielen war programmiert. Zur unmittelbaren Olympiavorbereitung waren sie drei Monate lang eingesperrt. Wenn ich die gleichen Trainingspartner hätte, dann könnte ich mich an die Geschwindigkeit des Spiels gewöhnen. Der einzige Europäer, der da wenigstens einigermaßen mithalten kann, ist der Deutsche Timo Boll."

    Höhen und Tiefen. Einerseits hat Schlager eine der tollsten Saisonen seiner Karriere erlebt und mit SVS Niederösterreich die Champions League (zum 1. Mal), Superliga und Staatsliga gewonnen plus das "Europa-Top-12-Turnier im Februar (Finalsieg gegen Wladimir Samsonow). Andererseits hat dieses Monsterprogramm auch an der Substanz des 35-Jährigen gezehrt. "Es war wichtig, dass ich mir ein paar Wochen Auszeit genommen habe, um den Kopf wieder frei zu bekommen." Dennoch fühlte er sich in Peking, aus welchen Gründen immer, nicht in absoluter Topform.


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    Li Qiangbing Foto © APA

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