Rot-weiß-rote Medaillenjagd mit letzter Kraft
Ein paar Chancen auf edles Metall haben Österreichs Teilnehmer in Peking noch. Die größte Hoffnung ruht weiterhin auf den Seglern.

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Sind die goldenen Zeiten für Österreich bei den Spielen bis auf weiteres abgelaufen? Je zwei Olympiasiege hatte Rot-Weiß-Rot 2000 in Sydney und 2004 in Athen vorzuweisen, doch in der verdichteten Atmosphäre von Peking scheint den heimischen Athleten langsam die Luft auszugehen.Mit zweimal Silber und einer Bronzenen liegen die Österreicher derzeit exakt auf dem Niveau von 1996. Sich über die Spiele von Atlanta zu erheben ist aber zumindest noch möglich.
Segeln. Die nächsten Kandidaten für einen Platz auf dem Stockerl sind am Sonntag die 49er-Segler Nico Delle-Karth & Niko Resch. Der Wettfahrtsieg am Samstag gibt Auftrieb für das Medal Race, das um 7 Uhr MESZ gestartet wird und in dem doppelte Punkte vergeben werden. Am Sonntag muss jedenfalls aus Sicht der Österreicher ein etwas anderer Wind wehen, um jene Fahrt aufzunehmen, die sie vom derzeitigen siebenten Platz noch in Medaillenränge schwemmt. "Wir haben unsere erste olympische Wettfahrt gewonnen, das bedeutet uns sehr viel. Wir werden alles daran setzen, dass uns das noch einmal gelingt", erklärte der Kärntner Niko Resch.
Besser stehen die Chancen für die 470er-Kolleginnen Sylvia Vogl und Carolina Flatscher, die am Montag von Platz fünf aus in die entscheidende Medaillenjagd starten. Der Vorteil: Sie können aus eigener Kraft Bronze holen.
Gar nicht nach Wunsch verliefen die Tornado-Wettfahrten für die Doppel-Olympiasieger Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher. Ebenfalls nur auf Rang 14 liegen derzeit Hans Spitzauer und Christian Nehammer im Starboot sowie Laser-Segler Andreas Geritzer, der "Silberne" von Athen. Verloren ist aber bisher noch nichts.
Beach-Volleyball. Durch das Out des Top-Duos Clemens Doppler und Peter Gartmayer müssen die Erwartungen zurückgeschraubt werden, die Medaillenhoffnungen sind allerdings noch nicht völlig im Sand verlaufen. Die Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger starten Sonntagfrüh (5 Uhr) ins Viertelfinal-Duell mit den als Nummer eins gesetzten Chinesinnen Tian Jia & Wang Jie. Morgen treten Florian Gosch und Alex Horst im Kampf um den Einzug ins Semifinale gegen die in der Gruppenphase von Doppler & Gartmayer bezwungenen Araujo & Luiz aus Brasilien an.
Tischtennis. Werner Schlager hat im am Dienstag beginnenden Einzel unter anderem eine chinesische Mauer zu überwinden. Eine Bronze-Chance bestand auch noch mit dem Team im Falle eines Sieges über Japan. Liu Jia kann bei der Medaillenvergabe eventuell auch ein Wörtchen mitreden.
Triathlon. Vor vier Jahren holte Kate Allen sensationell Gold für Österreich, morgen folgt der nächste olympische Auftritt, der im Vorfeld von Ungewissheit gekennzeichnet ist. "Ich weiß nicht, was mich erwartet", meinte die 38-Jährige. Platz eins und zwei scheinen für die Portugiesin Vanessa Fernandes und die Australierin Emma Snowsill reserviert, aber Allen, die sich von ihrem schweren Unfall im April erholt hat, ist erneut eine Überraschung zuzutrauen.
Schießen. Den traditionell bei der Medaillenvergabe zuverlässigen Schützen bot sich Sonntagfrüh die letzte Chance. Thomas Farnik und Mario Knögler traten im Kleinkaliber-Dreistellungsmatch an.
Wasserspringen. Anja Richter kann sich vom Turm Hoffnungen auf Bronze machen. Gold und Silber ist den Chinesinnen kaum zu nehmen.












