Mirna Jukic liegt auf Medaillenkurs
Mirna Jukic zog am Montag über 100 m Brust ins Finale ein und könnte erstmals bei Spielen aufs Podest kommen. Markus Rogan verpasste das Finale über 100 m Rücken.

Foto © GEPAMirna Jukic freut sich über den Finaleinzug
Die Wienerin Mirna Jukic steht in ihrem zweiten Olympia-Finale. Nach Rang sieben über 200 m Brust in Athen 2004 zog
die 22-Jährige am Montag in Peking über 100 m Brust als Semifinal-Dritte in den Endlauf ein. Markus Rogan als Semifinal-Neunter über 100 m Rücken und Dominik Koll als -13. über 200 m Kraul schieden hingegen aus. Für beide geht es nun am Dienstag in den Vorläufen mit der 4-x-200-m-Kraulstaffel weiter.
Kein Gedanke an Medaillen. Jukic war in 1:07,27 Minuten nur um 21/100 langsamer als am Vortag bei ihrem in den leistungsfördernden Abendstunden im Vorlauf geschwommenen österreichischen Rekord und darf sich nun am Dienstag
im für 4.48 Uhr MESZ angesetzten Endlauf eine Medaillenchance ausrechnen. Davon will die Studentin aber nichts wissen: "Ich denke überhaupt nicht darüber nach. Ich bin einfach froh, dass ich im
Finale bin - und das über 100 m Brust."
Die Europameisterin über diese Strecke hält es für möglich, dass sie in der Entscheidung auch nur Achte wird.
Silbermedaille? Allerdings sieht Jukic einen Vorteil für sich darin, dass es am Vormittag um die Medaillen geht. "Ich freue mich, dass wir umgestellt und in der Früh trainiert haben. Das ist einfach anders." Bei einigen ihrer Konkurrentinnen ortet sie Probleme am frühen Tag. "Ich glaube nicht, dass da alle so gut drauf sind." Für Jukic ist ab Silber alles möglich, sie hat die Chance
auf ihr erste Olympia-Medaille. Weniger zu lachen hatte Markus Rogan. Der 26-Jährige steigerte sich im Vergleich zum Vorlauf am Vorabend um 42/100 Sekunden, seine
Zeit von 53,80 war aber für die Top Acht um 4/100 zu langsam.
Hohes Niveau. "Das war mit der Brechstange", sagte
Rogan. "Ich habe geglaubt, dass ich auch so ins Finale komme. Aber das war nicht so." Der Kurzbahn-Weltrekordler über 200 m Rücken war vom hohen Niveau der Konkurrenz auch am Vormittag überrascht, so hatte er das nicht erwartet. "Dass sie noch einmal zulegen können, das habe ich nicht
gedacht." Als Hauptmanko bei sich ortete Rogan das Fehlen der Höchstgeschwindigkeit. Der SVS-Niederösterreich-Athlet kam also
sozusagen nicht richtig auf Touren. Jukic gratulierte er zum Final-Einzug: "Sie sollte mir ein paar Tipps geben."
Koll auf Rang 13. Koll durfte mit sich zufrieden sein, auch wenn er in 1:47,87 um 6/100 langsamer als im abendlichen Vorlauf gewesen war. Eine bessere Zeit vergab der Linzer mit einem verpatzten Anschlag, bis dahin war
er besser im Rennen gelegen. Der grundsätzlich zufriedene Coach Helge
Gödecke: "Das war der gleiche Fehler wie bei der WM in Melbourne."
Die Top Acht wären aber auch so nicht drinnen gewesen, acht Zehntel
haben Koll auf den Endlauf gefehlt.
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Mirna Jukic hat ihre Nennung über 200 m Lagen zurückgezogen. Grund: Sie will sich voll auf das Finale über 100 m Brust konzentrieren.
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