Für Österreichs Tennis-Trio hängen Trauben in Peking hoch
Pech hatten die Österreicher vor allem bei Doppel-Auslosung.

Foto © APAFür Bammer erfüllt sich ein Traum
Für Österreichs Tennisspieler hängen die Trauben in
Peking hoch. Erst eine Olympia-Medaille hat es vor 96 Jahren für den
ÖTV gegeben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jürgen Melzer, Julian
Knowle und Sybille Bammer diese Durststrecke beenden, ist gering.
Denn schon lange nicht mehr war ein Olympia-Turnier so stark besetzt
wie jenes in China, dementsprechend schwere Gegner bekamen die
Österreicher auch zugelost.
Offene Rechnung. Melzer beginnt gegen Marcos Daniel. Der Niederösterreicher war aber zuversichtlich, trotz seiner 0:2-Bilanz gegen den Brasilianer
den Ausrutscher von Athen 2004 - 0:6,1:6 in Runde eins gegen den US-Amerikaner Vince Spadea - wettmachen zu können. "Hier ist ein anderer Belag als bei meinen Niederlagen gegen ihn. Und ich habe mit
Olympia noch eine Rechnung offen. Mein Ziel ist, mehr Games zu machen als in Athen", meinte Melzer lachend. "Das war damals nicht in Ordnung. Das war wirklich ein rabenschwarzer Tag." Melzer war mit
seiner gesamten Auslosung aber durchaus nicht unzufrieden. "Ich darf mich nicht beschweren, denn ich bin ungesetzt."
Hartes Los. Ursprünglich hatte man Melzer im Doppel zusammen mit Julian Knowle sogar deutlich bessere Chancen in Peking zugebilligt. Aber Knowle ist noch immer etwas angeschlagen, zudem würden selbst bei einem Erstrunden-Sieg im Doppelbewerb gegen das gefährliche deutsche Duo Nicolas Kiefer/Rainer Schüttler gleich die topgesetzten Bryan-Brüder warten. "Extrem schwer. Kiefer/Schüttler haben in Athen Silber gewonnen, Schüttler hat heuer fünf Doppel-Turniere gespielt und drei davon gewonnen", seufzte Knowle und witzelte: "Danach wird es sicher auch nicht leichter." Für alle gleich ist die enorme Hitze im Tennis-Stadion, das sich ebenfalls im Olympic Green befindet.
Ein Traum. Sybille Bammer muss in Peking alleine die Kastanien
aus dem Pekinger Glutofen holen. Die Öberösterreicherin erfüllt sich mit dem Olympiastart
einen Lebenstraum und fühlt sich trotz ihrer gesundheitlichen Dauerprobleme sehr gut in Form. "Ich steigere mich jedes Jahr." Ihre Gegnerin Anabel Medina Garrigues aus Spanien, die knapp vor Bammer liegt, spiele sehr konstant und fehlerfrei. "Daher muss ich
mein Spiel spielen und aktiv bleiben." Weiter in den Raster hat Bammer nicht geblickt. "Das mache ich nie."
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"Heiß" war schon die olympische Vorgeschichte für Österreichs Tennis-Asse gewesen. Keiner der vier Kandidaten schaffte das nationale Limit, dennoch wurde am Ende nur Tamira Paszek vom ÖOC nicht nominiert.
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Knowle/MelzerFoto © GEPA













