Jukic schwimmt im Eis
Das Wasser in Hongkong ist zu warm! 6000 Kilo Eis sollen für Mirna Jukic und Co. jetzt annehmbare Trainingsbedingungen schaffen.

Foto © APAMrina Jukic
Drei Tonnen Eiswürfel haben die Wassertemperatur des Pools der Universität Hongkong, in dem sich Mirna und Dinko Jukic sowie Birgit Koschischek, Hunor Mate und Florian Janistyn auf die Olympischen Spiele vorbereiten, nur knapp unter 30 Grad senken können. Freitagabend kamen noch einmal 3000 Kilogramm, also 3000 Liter Eis, dazu - dieses Mal in Blöcken. Gefragt sind 26,5 bis 27 Grad, das ist die Wassertemperatur im olympischen Becken in Peking.
Körper kocht. Bei Temperaturen um 30 Grad fängt der Körper durch die Muskeltätigkeit auch im Wasser zu schwitzen an. "Er kocht", betonte Hans Holdhaus jun. vom Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB) in der Südstadt, der sich von einem Schwimmbad-Mitarbeiter vorrechnen ließ, dass drei Tonnen Eis 2500 Hongkong-Dollar (205 Euro) kosten, die das ÖOC natürlich selbst bezahlen muss. Wie sehr macht Mirna das warme Wasser zu schaffen? "Mit rund 30 Grad ist es jetzt eh schon besser, die Schwimmer aus Trinidad und Tobago haben erzählt, dass es schon 34 bis 36 Grad hatte."
"Der Schädel platzt" . Man fühlt, dass man sehr, sehr schnell müde wird. Egal, wie lange man schwimmt, man kann den Puls nicht ruhig halten. Die Hitze und das heiße Wasser, da glaubt man, der Schädel platzt unter der Badehaube. Aber wir schwimmen hier auch von 10 bis 12 Uhr in der Sonne, bei solchen Bedingungen wäre es daheim auch so. Und ich bin auch noch immer ein bisschen verkühlt." Trainer Zeljko Jukic, der das Schwimmen seiner beiden Kinder von der Tribüne aus verfolgte, achtet schon darauf, dass Mirna und Dinko trotz Warmwassers nicht an Substanz verlieren. "Es gehen natürlich viele Elektrolyte verloren, da muss man halt darauf achten, dass sie dementsprechend mehr trinken", erklärte Vater Jukic.













