Hohenwarter verfehlte Olympialimit
Der Kärntner Markus Hohenwarter hat das Marathon-Olympialimit am Sonntag in Linz um eineinhalb Minuten verpasst. Der 32-Jährige verbesserte seine persönliche Bestmarke bei der 11. Auflage in der oberösterreichischen Hauptstadt in 2:15:34 Stunden deutlich, für das London-Ticket wären 2:14:00 nötig gewesen.

Foto © GEPAMarkus Hohenwarter
Den Wörthersee-Halbmarathon 2011 gewann Wilson Kipsang in überlegener Manier und erklärte danach: "Ich komme sicher wieder nach Kärnten." Schon im August hatte der Kenianer ein ganz klares Ziel vor Augen: die Teilnahme am Marathon bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London. Dazu musste der 29-Jährige aber eine fast unüberwindliche Hürde schaffen. Der kenianische Verband schickt nur die besten Drei beim London-Marathon zu den Spielen. Und Kipsang lief in London nach London, gewann das Rennen in der Olympia-Stadt in 2:04:44 Stunden, machte sich damit zum Gold-Favoriten. Trotzdem ist die Chance groß, dass er im August beim Wörthersee-Halbmarathon wieder am Start steht. "Wir haben ihm das Angebot gemacht, nach Olympia für eine Woche an den Wörthersee zu kommen", verriet "Kärnten Läuft"-Veranstalter Michael Kummerer, "bis jetzt gibt es noch keine Absage."
Mit neuer persönlicher Bestmarke und neuem Marathon-Landesrekord von 2:15:34 Stunden beendete Markus Hohenwarter das Rennen in Linz. Der Gesamt-Sechste und beste Österreicher verfehlte das Olympia-Limit nur um 90 Sekunden. Traurig war der 32-Jährige deshalb nicht: "Die Chance auf einen Start in London war sehr gering, daher bin ich mit der Leistung und der Zeit zufrieden. Ich hatte bis zu Kilometer 30 eine so tolle Gruppe von Tempomachern, wie ich sie nie mehr haben werde."
Keine Überraschung
Zu Kipsang meinte der Gailtaler nur: "Sein Sieg in London überrascht mich nicht, der gehört schon lange zu den ganz Schnellen." Ganz schnell passiert bei Hohenwarter in nächster Zeit nichts: "Drei Wochen wird pausiert. Da überlege ich mir auch, ob ich je wieder einen Straßenmarathon laufen werde. Nach jetzigem Stand war Linz mein letzter." Sein Hauptaugenmerk wird in Zukunft auf kürzeren Distanzen und im Gelände liegen.













