Wenn Oblinger den Rhythmus findet, ist vieles möglich
Die "Streif des Wildwassersports" kommt Helmut Oblinger äußerst entgegen.

Foto © APAHelmut Oblinger in seinem Element
Ob es beim vierten Olympia-Antreten zur ersehnen Medaille reichen wird, ist wegen der starken Konkurrenz und der schwierigen Wasser- und Luftbedingungen fraglich, Wildwasser-Slalomfahrer Helmut Oblinger hat sich im künstlichen Kanal von Shunyi als "Minimalziel" aber das Finale gesetzt. "Wenn ich einen guten Rhythmus finde, müsste ich vorne mit dabei ein", rechnet sich
der 35-Jährige aus, der 2000 in Sydney als Vierter eine Medaille nur um einen Paddelschlag verpasst hatte und 2004 in Athen enttäuschender 13. geworden war.
"Streif des Wildwassersports". Während Oblinger am Montag im Vorlauf den als die "Streif des Wildwassersports" bezeichneten Kanal so schnell wie möglich und hoffentlich ohne Torberührung runterfahren wird, steht seine Frau Violetta Oblinger-Peters, die erst am Mittwoch im Einsatz ist, an der
Strecke und beobachtet die Gegner. "Sie kann mir sagen, was ich dann noch besser machen kann", meinte der Oberösterreicher. Und zu schauen wird es genug geben, haben doch 17 der 21 Kanuten des Teilnehmerfeldes schon Medaillen bei Weltmeisterschaften gewonnen. Die Vorzeichen, sagt Helmut Oblinger, seien vollkommen anders als vor Olympia 2004.
Andere Vorzeichen. "Ich war vor Athen in den Weltcups immer unter den ersten Drei, ich hatte die WM-Bronzemedaille von 2003. Alles andere als eine Medaille bei Olympia war eine Niederlage. Und so war es dann auch", erinnerte sich der Athlet im Gespräch mit der APA. 2005, so Oblinger, sei er dann wieder erfolgreich gewesen. "In den zwei, drei Jahren um 2004 herum war Athen der schlechteste Wettkampf, den ich gehabt habe." Heuer hingegen ist die Saison durchwachsen verlaufen, aber mit dem dritten Platz im Gesamtweltcup darf man dem Zeitsoldaten natürlich
zum erweiteren Kreis der Medaillenanwärter zählen. "Ich war nicht auf so einem hohen Level, aber konstant im ganzen Jahr. Und ich glaube, dass ich noch ein bisschen zulegen kann." Von der Strecke jedenfalls
ist er "hellauf begeistert".













