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Zuletzt aktualisiert: 21.02.2010 um 21:52 UhrKommentare

Österreichs Biathleten im Pech: Ränge vier und fünf

Es waren wieder ein paar Fehler zuviel: Der Steirer Christoph Sumann wurde im Biathlon-Massenstart Vierter, der Kärntner Daniel Mesotitsch Fünfter. Jewgeni Ustyugov gewann Gold.

Kein Glück für Christoph Sumann

Foto © APAKein Glück für Christoph Sumann

Nach der Silbernen des Steirers Christoph Sumann in der Verfolgung haben vielleicht alle gedacht, dass es so weitergehen wird. Dass Medaillensammeln der österreichischen Biathleten liebste Disziplin sein könnte. Aber es ist in einer Sportart, in der es so knapp zugeht, nicht jeder Tag ein Sumann-Tag. So blieb am Sonntag im Massenstart-Bewerb bei unseren Schützen doch die eine oder andere Scheibe zuviel stehen. So blieb für Christoph Sumann der blödeste Platz bei Olympia, der vierte, übrig.

Die Biathlon-Medaillen werden bei den Winterspielen korrekt verteilt im zauberhaften Callahan Valley, das sich am Sonntag wieder besonders herausgeputzt hatte. Das schönste Edelmetall ging bisher an Norwegen, Frankreich - am Sonntag an Russland mit Jewgeni Ustyugov, der mit null Fehlern auch verdient Gold holte. Der beste Läufer war vielleicht Martin Fourcade. Trotz drei Schießfehler gewann der Franzose die Silberne vor dem Slowaken Pavol Hurajt, der wie Sieger Ustyugov kein einziges Mal daneben schoss.

Es wäre viel drinnen gewesen für die Österreicher. So war Daniel Mesotitsch vor dem letzten Schießen der aussichtsreichste. Der Kärntner kam als Erster zum Stehendanschlag, fehlte aber zwei Mal. "Es war gar nicht die Nervosität, ich war gut drauf, in guter Form, das Material war wieder ausgezeichnet. Aber es waren Konzentrationsfehler. Schade, weil so eine Chance bekommst nicht jeden Tag", ärgerte sich Mesotitsch.

Kleine Ausrutscher

Christoph Sumann kostete ein Fehler im zweiten Liegendschießen die in Griffweite liegende Medaille. "Zuerst fiel der Diopter, die Zieleinrichtung, aus. Dann bin nach dem dritten Schießen ausgerutscht, musste in den Schnee." 26 Sekunden fehlten Sumann zu seiner zweiten Olympia-Medaille.

Apropos ausgleichende Medaillen-Vergabe: Das Mannschaftsergebnis (Sumann Vierter, Mesotitsch Fünfter, Landertinger Siebenter, Eder viel mit vier Fehlern zurück) lässt aus österreichischer Sicht freilich für den Staffelbewerb am Freitag hoffen. "Na klar, wenn wir aufs Ergebnis schauen, ist da für uns wirklich viel möglich", hofft Mesotitsch auf ein "goldiges" Finale in Vancouver. "Wir werden uns perfekt vorbereiten", versprach auch Sumann und ist überzeugt, dass die Staffel noch einmal eine Medaille holen kann.

Apropos Ausrutscher. Für den Außerirdischen Ole-Einar Björndalen ging auch alles daneben, mehr als bloß eine Scheibe. Mit 7 (!) Schießfehlern kam der Norweger nicht über Platz 27 hinaus.


Medaillengewinner:

GOLD: Jewgeni Ustjugow (RUS)
SILBER: Martin Fourcade (FRA)
BRONZE: Pavol Hurajt (SVK)

Die Top 10:

1. Jewgeni Ustjugow (RUS)
2. Martin Fourcade (FRA
3. Pavol Hurajt (SVK)
4. Christoph Sumann (AUT)
5. Daniel Mesotitsch (AUT)
6. Iwan Tscheresow (RUS)
7. Dominik Landertinger (AUT)
8. Vincent Jay (FRA)
9. Jakov Fak (CRO)
10. Michael Greis (GER)

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