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Zuletzt aktualisiert: 03.09.2012 um 09:12 UhrKommentare

Speerwerferin Eder gewann Bronze

Die Speerwerferin Natalija Eder gewann überraschend die Bronzemedaille. Die Steirerin, die seit ihrer Kindheit sehbehindert ist, kam auf 38,03 Meter. Tischtennisspieler Fraczyk holte Silber. Bronze für Diskuswerfer Marinkovic.

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Der vierte Tag der Paralympischen Sommerspiele in London hat dem österreichischen Team drei Medaillen eingebracht. Tischtennisspieler Stanislaw Fraczyk (Klasse 9) unterlag im Finale dem als Nummer eins gesetzten Chinesen Lin Ma mit 1:3 (8,-7,-4,-11) und gewann Silber. Speerwerferin Natalija Eder holte sich in der Klasse F12/F13 überraschend die Bronzemedaille. Die 32-Jährige, die seit ihrer Kindheit sehbehindert ist, warf im zweiten Versuch den Speer auf 38,03 Meter. Gold ging an die favorisierte Serbin Tanja Dragic vor der Russin Anna Sorkina.

ÖOC-Athleten stockten in London Medaillenkonto auf

Blindensportler Bill Marinkovic sorgte am späten Abend für das dritte Edelmetall am Sonntag. Der 39-Jährige kam im Olympiastadion im Diskuswurf der Klasse F11 mit 34,59 Metern an die dritte Stelle. Gold ging an den Spanier David Casino (38,41), Silber an den Ukrainer Wasil Lischtschinskji (35,66). Marinkovic gewann 2004 in Athen Gold im Speerwurf. In London tritt er noch im Kugelstoßen an. "Ich bin sehr stolz darauf, dass ich die Silbermedaille gemacht habe. Auf der anderen Seite bin ich ein wenig traurig. Wenn man im Finale steht, will man natürlich Gold holen. Man darf aber nicht vergessen, dass ich schon fast 60 bin und gegen junge Burschen spiele", sagte der Stockerauer Fraczyk nach seiner insgesamt siebenten Medaille bei Paralympischen Spielen. Fraczyk hält nun bei drei Gold- und vier Silbermedaillen.

Eder war mit Bronze hochzufrieden. "Mein Herz klopft bis zum Hals. Es ist ein Wahnsinn, dass ich bei den Paralympics eine Medaille gewonnen habe", sagte die Leichtathletin, die in Weißrussland geboren ist, in der Steiermark lebt und für den Wiener Landesverband startet. Thomas Geierspichler belegte im Rollstuhlsprint der Klasse T52 über 100 m den siebenten Platz. Der 36-jährige Salzburger kam auf eine Zeit von 19,01 Sekunden, die Goldmedaille ging an den US-Amerikaner Raymond Martin in 17,02. Im Rollstuhltennis ist Österreich im Einzel nicht mehr vertreten. Martin Legner unterlag in der zweiten Runde dem Briten Dave Phillipson 3:6,2:6, Thomas Mossier dem Japaner Takashi Sanada 6:4,3:6,3:6. Im Doppel besiegten Legner/Mossier in Runde eins die Chilenen Robinson Mendez/Diego Perez 6:3,7:5.

Mit "Fine Feeling" zu Bronze

Am Montag kämpft die Wiener Tischtennisspielerin Doris Mader gegen die Schwedin Anna-Carin Ahlquist um die Goldmedaille, Silber ist ihr sicher. Am Samstag hatte der querschnittgelähmte Dressurreiter Bepo Puch in der Pflicht (Grade Ib) mit "Fine Feeling" Bronze gewonnen.

Eine Überraschung gab es bei den Leichtathletik-Bewerben über 200 m. Superstar Oscar Pistorius aus Südafrika musste sich im Finale dem Brasilianer Alan Oliveira (21,45 Sekunden), der ihn kurz vor der Ziellinie noch abfing, um 7/100 Sekunden geschlagen geben. Pistorius hatte tags zuvor im Vorlauf in 21,30 Sekunden Weltrekord aufgestellt. Pistorius klagte nach dem Endlauf, dass einige Konkurrenten mit zu langen Prothesen unterwegs gewesen waren. Seine Kritik richte sich nicht gegen die anderen Läufer, sondern gegen das Regulativ, das großen Spielraum zulasse.

Quelle: APA

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