Nachwehen von SotschiManipulationsversuch holt Eisschnelllauf-Lager ein

Bei den Spielen 2014 in Sotschi soll der damalige Trainer der Franzosen das Team der Niederländer gebeten haben, seine Mannschaft in der Teamverfolgung aus finazniellen Gründen nicht zu demütigen.

Jillert Anema (hinten) coacht heute Jorrit Bergsma © AP
 

Das erfolgreiche Eisschnelllauf-Team der Niederlande ist in Pyeongchang von einem jetzt bekannt geworden Manipulations-Versuch bei den Winterspielen in Sotschi eingeholt worden. Das Nationale Olympische Komitee (NOK) bestätigte am Donnerstag einen Bericht der Zeitung "De Volkskrant".

Demnach soll der holländische Trainer Jillert Anema, der in Sotschi für die französische Mannschaft arbeitete, den niederländischen Teamchef Arie Koops gebeten haben, im direkten Duell bei der Teamverfolgung "nicht allzu hart gegen die französische Mannschaft zu sein, weil ein demütigendes Ergebnis finanzielle Konsequenzen" für die Mannschaft haben könnte.

Das NOK stellte fest, dass ein solches Verhalten von Anema dem Ethikkodex des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) widerspreche und bedauerte den Vorfall. Konsequenzen gebe es aber derzeit nicht. Das Team habe damals "Anemas Vorschlag energisch abgelehnt", hieß es in der NOK-Erklärung.

Anema weilt derzeit in Pyeongchang als Trainer von Jorrit Bergsma und dessen amerikanischer Frau Heather. Am Donnerstag gewann Bergsma unter seiner Anleitung Olympia-Silber über 10.000 Meter. Das niederländische Herren-Team hatte in Sotschi die Franzosen mit einer Zeit von 3:44,48 Minuten um 8,69 Sekunden besiegt.

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