Die Kärntner im Zeichen der Ringe
25 Tage zwischen Hoffen und Bangen. Bisher haben die Schispringer Morgenstern, Koch, die Biathleten Pinter, Mesotitsch und Freestylerin Marbler ein Ticket nach Vancouver. Andere zittern noch.

Foto © GEPA/APA/Montage KLZ DIGITALEinige Kärntner Spitzensportler sind fix bei Olympia, andere müssen noch bangen
Fix bei Olympia
Morgenstern & Koch
Sie sind nicht nur bei den olympischen Winterspielen in Vancouver dabei, sie haben auch ganz ausgezeichnete Medaillenchancen. Die beiden Schispringer Thomas Morgenstern und Martin Koch haben zuletzt nämlich auch noch eine deutlich aufsteigende Form unter Beweis gestellt. Morgenstern gewann das erste Springen in Sapporo und wäre im zweiten Bewerb ebenfalls auf dem Stockerl gelandet, hätte er sich reglementkonform seiner Ausrüstung entledigt. So erbte eben Martin Koch als Dritter den Platz an der Sonne. Beide haben Chancen im Einzel- als auch im Teambewerb.
Mesotitsch & Pinter
Die österreichischen Biathleten mit den Kärntner Fritz Pinter und Daniel Mesotitsch haben sich schon im vergangenen Winter emporgearbeitet, zählen im Weltcup mittlerweile zu den Sieganwärtern. Ähnlich den Russen oder Norwegern. Selbst den so siegessicheren Deutschen haben sie den Rang abgelaufen. Und so entstand schon fast im eigenen Team eine Rivalität. Welche Bewerbe Pinter und Mesotitsch in Vancouver bestreiten werden, wird sich erst kurzfristig entscheiden.
Margarita Marbler
Nach Salt Lake City 2002 (Zehnte) und Turin 2006 (17.) hat die zierliche Radentheinerin Margarita Marbler ihre dritte Olympia-Teilnahme definitiv in der Tasche. Für die Freestyle-Buckelpisten-Spezialistin scheint in Vancouver eine Medaille im Bereich des Möglichen. Die Austro-Russin hat in diesem Winter als Top-Ergebnisse die Ränge drei und vier zu Buche stehen. Erst am Samstag belegte das 34-Jährige Energiebündel in Deer Valley Platz sechs.
Fraglich
Sigi Grabner
Unser Snowboard-Aushängeschild ist grundsätzlich eine olympische Bank. Zumal Sigi Grabner gerade bei den Winterspielen noch die eine oder andere Rechnung offen hat. Er war Weltmeister, er war Weltcupsieger, er war früher bei den Profis der ISF World-Pro-Tour-Sieger. Nur bei Olympia fehlt ihm noch der ganz, ganz große Erfolg. 2006 holte der Kärntner in Turin die Bronzemedaille. Heuer geht es für Sigi Grabner nicht darum, ob er für Vancouver qualifiziert wäre, vielmehr ob er überhaupt noch fit wird. Denn seine Sprunggelenksverletzung ist nun doch schlimmer als zuerst befürchtet. Noch rund zwei Wochen muss Grabner Gips tragen.
Ina Meschik
Noch vor einem Jahr wagte Ina Meschik nicht einmal von Vancouver zu träumen, jetzt steht die 19-Jährige vor einer möglichen Olympia-Premiere. Mit einem dritten Weltcup-Rang im Parallel-RTL von Telluride (USA) carvte die Villacherin ins Rampenlicht. Am Samstag könnte die Kärntnerin beim letzten vorolympischen Rennen in Stoneham (CAN) mit einem Spitzenergebnis ihr olympisches Ticket endgültig buchen. Mit Doris Günthner, Claudia Riegler, Marion Kreiner und Heidi Neururer hat Meschik harte Konkurrenz im Kampf um einen der vier Startplätze. Sollte es dafür nicht reichen, liegt auch die Rolle als Ersatzfahrerin im Bereich des Möglichen.
Und Osttirol
Nach vielen Verletzungen schaffte Mario Scheiber aus St. Jakob im Defereggental in diesem Schi-Winter den Weg zurück an die Weltspitze. Er gilt als Fixstarter in Abfahrt (Zweiter in Gröden) und Super-G (je ein vierter und sechster Platz). Zudem wurde ihm in der Abfahrt von Bormio ein zweiter Rang aberkannt. Mit dem Snowboarder Ingemar Walder hofft ein weiterer Osttiroler in Vancouver dabei zu sein. Im Weltcup wurde er heuer Siebenter und Elfter.














