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Zuletzt aktualisiert: 31.07.2008 um 12:43 UhrKommentare

Olympische Spiele: Internet-Zensur bleibt

Die Olympia-Organisatoren wollen den internationalen Journalisten keinen freien Internetzugang erlauben. Gesperrte Websites "verstoßen gegen chinesische Gesetze."

Foto © Reuters

Trotz internationaler Proteste gegen die Internet-Zensur vor den Olympischen Spielen bleibt China bei seiner harten Linie. Gesperrte Webseiten seien deswegen nicht zugänglich, weil sie gegen chinesische Gesetze verstießen, sagte am Donnerstag Sun Weide, Sprecher des Organisationskomitees BOCOG. "Wir sind gegen jeden "Versuch, die Spiele zu politisieren."

Versprechen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte ursprünglich freien Zugang für das internationale Medienkorps versprochen und bei den Olympia-Gastgebern darauf auch gepocht, war am Vortag jedoch eingeknickt. Trotzdem sei das IOC mit den Organisatoren in Kontakt, "um zu sehen, was noch geändert werden kann", sagte IOC-Sprecherin Sandrine Tonge.

Böse. "Ich hoffe, dass die Presse die Regelungen der chinesischen Gesetze respektiert", sagte Sun. Er betonte gleichzeitig, das Organisationskomitee sei nicht zuständig für die Zensur. "Unser Job ist, die Spiele zu organisieren." Weitere Fragen müssten an die "relevanten Behörden" gerichtet werden. Als Beispiel nannte Sun die Webseiten der in China verbotenen Falun Gong Bewegung. Diese sei eine "böse Sekte". Die umstrittene Kultbewegung Falun Gong hat im Ausland inzwischen Züge einer Oppositionsbewegung angenommen. So hat die Gruppe vor den Spielen eine weltweite Kampagne gegen die chinesische KP gestartet. Alle Parteimitglieder werden zum Austritt aufgerufen.

Protest. Die ausländischen Korrespondenten in China haben am Donnerstag gegen die Internet-Zensur protestiert. "Die Kontrollen widersprechen dem Umfeld, das die Gastgeber versprochen haben, und stehen im Gegensatz zu den Versicherungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dass die Presse wie bei früheren Spielen arbeiten kann", hieß es am Donnerstag in einer Stellungnahme des Auslandskorrespondentenclubs (FCCC) in China.


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Die XXX. Olympischen Sommerspiele fanden von 27. Juli bis 12. August in London statt. Über 16 Wettkampftage wurden in 39 Disziplinen in 26 Sportarten 302 Goldmedaillen vergeben. Rund 10.500 Athleten aus 205 Ländern waren dabei.

 


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