Zwei Rekorde: OSV-Schwimmer schon in Olympia-Form
Jördis Steinegger und Nina Dittrich lieferten bei den Österreichischen Meisterschaften in Schwechat EM-finalreife OSV-Rekorde.

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Österreichs Schwimm-Fans dürfen sich auf
ausgezeichnete Leistungen der OSV-Athleten bei den Olympischen
Spielen in Peking freuen. Mehr als zwei Wochen vor Eröffnung der
Spiele und damit noch nicht in Topform fixierten am Donnerstag zum
Auftakt der 63. Österreichischen Meisterschaften auf der Langbahn in
Schwechat einige ÖOC-Aktive Topleistungen, angeführt von zwei
nationalen Rekorden.
Steinegger stark. Jördis Steinegger hatte über 400 m Lagen den Anfang gemacht, indem
sie in 4:43,28 Minuten um gleich 2,39 Sekunden schneller war als bei
Platz zehn bei der EM im März in Eindhoven. Mit dieser Marke wäre die
25-Jährige EM-Siebente geworden. "Ich glaube, wir haben nicht viel
falsch gemacht", bezog sich Trainer Helge Gödecke erfreut auf das
erst am Sonntag zu Ende gegangene Höhencamp in der Sierra Nevada.
Leistungssteigerung. Rund eine halbe Stunde danach wurde der Deutsche quasi in seiner
Meinung bestätigt, indem Steinegger über 800 m Kraul nachlegte. Noch
den Lagen-Rekordlauf in den Knochen, steigerte die Wahl-Linzerin ihre
Bestzeit von Ende März in Duisburg um 4,09 Sekunden. Dabei hatte die
ASV-Linz-Athletin nach dem Anschlag das Gefühl, sich nicht voll
ausgegeben zu haben.
Neuer Maßstab. Einen Lauf davor hatte Nina Dittrich zugeschlagen. Die
Delfin-Spezialistin setzte in 8:38,48 einen neuen nationalen Maßstab.
"So eine Steigerung hätte ich mir nicht erwartet", sagte
Trainer-Vater Kurt Dittrich glücklich. "Aber wenn die 800 m Kraul gut
gehen, gehen die 200 m Delfin auch gut." Über diese Distanz wird die
17-Jährige in Peking antreten, Steinegger hingegen u.a. über 800 m
Kraul. Dittrichs Zeit hätte bei der EM ebenfalls zu Rang sieben
gereicht.
Rekord knapp verpasst. Dinko Jukic markierte beinahe den dritten OSV-Rekord des Tages.
Seine 4:17,92 Minuten über 400 m Lagen waren eigentlich sogar mehr
wert als seine in Eindhoven bei EM-Rang vier geschwommene nationale
Bestmarke von 4:17,24, war er doch diesmal ohne ernsthafte Konkurrenz
unterwegs. "Und im Regen möchte ich eigentlich nicht so gerne
schwimmen, ich kann also zufrieden sein", sagte Jukic. Fast die ganze
Session über hatte es recht stark geregnet.
Sieg für Brandl. Schließlich siegte über 1.500 m Kraul David Brandl in 15:26,76.
Trainer Gödecke ärgerte sich darüber, dass sein Schützling auf den
letzten 400 m die Verbesserung seines OSV-Rekordes von 15:19,43
vergab. Bis zur 1.100-m-Marke war Brandl klar darunter gelegen.
Florian Janistyn wurde in 15:52,60 Zweiter. Er wird nach einer
Entscheidung vom Mittwoch über diese Strecke auch bei Olympia
antreten. Primär ist Janistyn bei den Spielen aber
Staffel-Ersatzmann.













