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Zuletzt aktualisiert: 18.07.2008 um 19:16 UhrKommentare

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Oscar Pistorius kämpft um einen Staffel-Start bei den Spielen in Peking.

Oscar Pistorius

Foto © APOscar Pistorius

Er war schnell. Er war sogar sehr schnell. Aber es hat nicht gereicht. In 46, 25 Sekunden spulte Oscar Pistorius beim Meeting Luzern die Stadionrunde, sprich 400 m, herunter. "Ich bin so aufgeregt und so glücklich. Das hat richtig Spaß gemacht", strahlte der Südafrikaner, obwohl er zu diesem Zeitpunkt längst wusste: Für das Olympia-Ticket Richtung Peking war es zu wenig, das geforderte Limit hat Pistorius um sieben Zehntel verpasst.

Traum lebt. Der Afrikaner, dem schon nach 17 Monaten nach Geburtsschäden beide Unterschenkel amputiert werden mussten, sprintet auf Hightech-Karbonprothesen. Nach einem zwischenzeitlichen Startverbot durch den Weltverband IAAF hatte Pistorius vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS sein formales Teilnahmerecht an den Meetings der Nichtbehinderten und auch bei Olympia erkämpft. Noch hat Pistorius den Traum von Peking aber nicht aufgegeben. Noch wittert er seine Chance auf einen Start in der südafrikanischen 4x400-m-Staffel.

Chambers muss zuschauen. Jedoch will ihm die IAAF, die erklärte, seine Prothesen könnten ihn und seine Konkurrenten im meist turbulenten Geschehen bei den Wechseln gefährden, auch da einen Strich durch die Rechnung machen. "Das ist der letzte verzweifelte Versuch der IAAF, mir die Qualifikationschance zu nehmen. Aber meine Hoffnung auf die Staffel stirbt zuletzt." Während Pistorius also noch hoffen darf, ist für Dopingsünder Dwight Chambers der Olympia-Zug endgültig abgefahren.

Lebenslang. Obwohl der Sprinter bei den britischen Meisterschaften über die 100 m in 10,00 Sekunden das notwendige Limit erbracht hatte, bestätigte der Londoner High Court das Startverbot. Grund: Das nationale Olympische Komitee sieht bei Dopingsündern einen lebenslange Olympia-Bann vor.


Zur Person

Oscar Pistorius
Geboren: 22.11.1986 in Johannesburg.
Gendeffekt: Durch einen Gendefekt fehlen im beide Wadenbeine. Läuft mit Karbon-Prothesen.
Startverbot: IAAF verbot Olympia-Start, Sportgerichtshof CAS hob Entscheidung aber auf.

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