Nur Bammer ist reif für das Abenteuer Olympia
Regen in Paris, Jürgen Melzer und Sybille Bammer müssen weiter auf ihren ersten Einsatz bei den French Open warten.

Foto © ReutersDer Regen zeigt sich bei den French Open als Spielverderber
Auch am dritten Spieltag der French Open waren auf der Anlage von Roland Garros mehr Regenschirme als Ballwechsel zu sehen. Folglich konnten die bereits um einen Tag verschobenen Erstrunden-Auftritte von Sybille Bammer (gegen Alexandra Wozniak) und Jürgen Melzer (trifft auf Peter Luczak) einmal mehr nicht in Szene gehen. So es das Wetter will, schwingen die beiden ÖTV-Asse also heute erstmals das Racket.
"Bereinigte" Weltrangliste. Der Spielverderber Regen offeriert aber zumindest die Möglichkeit, sich Tennis-Themen abseits des Center Courts zu widmen. Wie etwa den Olympischen Spielen, die ja bereits am 8. August starten. Geht's um die Teilnahme der Österreicher, so gibt es auch diesbezüglich leider nur düstere Aussichten . . . Am 9. Juni spuckt der Computer die "bereinigte" Weltrangliste aus. Die besten 48 (nur vier Profis pro Nation dürfen starten, daher wird der "Cut" erfahrungsgemäß bei den Top 70 des ATP- und WTA-Rankings liegen) plus 16 Wild-Card-Spieler erfüllen somit die internationalen Qualifikations-Kriterien.
Abenteuer "Olympia". Damit hat man sein Peking-Ticket aber nicht fix, denn es gilt auch die nationalen Anforderungen zu erbringen. Aus heimischer Sicht darf sich bisher nur Bammer auf das Abenteuer "Olympia" einstellen. Tamira Paszek, die derzeit an einem hartnäckigen Formtief knabbert, muss um ihren China-Trip hingegen noch bangen. "Ihr fehlen noch die nationalen Kriterien, aber ich gehe davon aus, dass sie in Peking dabei ist", zeigt ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl Zuversicht.
Doppel-Ranking. Noch prekärer ist die Situation bei den Herren. Für Stefan Koubek sind die Spiele nach seiner Operation sowieso kein Thema, Melzer müsste in Paris schon bis ins Viertelfinale stürmen, um sich im Ranking noch unter die Top 70 zu verbessern. Trotzdem könnte der Niederösterreicher noch auf den Olympia-Zug aufspringen. Nämlich im Doppel an der Seite von Julian Knowle. Allerdings müsste der US-Open-Sieger dafür laut internationalen Kriterien im Doppel-Ranking unter den Top 10 stehen - derzeit findet sich der Vorarlberger aber "nur" auf Platz elf wieder . . .
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