Olympia-Geheimwaffe am Weg nach China
Der Gold-Tornado von Hagara und Steinacher ist nach vier Jahren wieder im Einsatz.

Foto © Koenig/chili-sports.com Hagara und Steinacher holen ihre "Geheimwaffe" raus
Fast vier Jahre verbrachte der erfolgreichste Tornado der Segelgeschichte seit den Olympischen Sommerspielen 2004 in Athen an Land. Gestern wurde die Geheimwaffe von Roman Hagara und Hans Peter Steinacher per Container nach China verabschiedet. Erstmals sprechen Österreichs Medaillenhoffnungen über ein lange gehegtes Geheimnis.
"Dieses Boot macht der Konkurrenz Angst", bringt es der zweifache Doppelolympiasieger Roman Hagara auf den Punkt. Der Grund liegt auf der Hand: Besagter Tornado wurde bisher nur bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen eingesetzt.
Lagerraum.
"Das Boot wurde sonst noch nie gesegelt. Die Jahre zwischen den Olympischen Spielen verbrachte es in einem eigens eingerichteten Lagerraum in Zell am See. Voll zusammengebaut und von allen Witterungseinflüssen geschützt war der Tornado an der Wand montiert. Einerseits um den Rumpf zu schonen, andererseits ist natürlich auch etwas Aberglaube dabei", gibt Vorschoter Steinacher Auskunft.
Das im Olympischen–Tornado-Lager rund um die Geheimwaffe der Österreicher spätestens seit dem zweiten erfolgreichen Einsatz bei der Titelverteidigung in Athen viele Gerüchte im Umlauf sind, ist klar. "Am Rumpf kleben auch noch alle offiziellen Sticker und Vermessungszertifikate von den Spielen in Griechenland. So geht der Tornado jetzt auch nach China", gibt Hagara über seinen erklärten Liebling Auskunft.
Aufkleber.
In fünf Wochen wird der Tornado im Olympischen Hafen von Quingdao erwartet. "Das genügt, wir werden bei den kommenden zwei Trainingslagern mit den zwei vor Ort stationierten Booten segeln."
Was kurz vor den Olympischen Spielen folgt, wird der Konkurrenz zu denken geben: "Wir werden alle Aufkleber von den Spielen in Athen im Bootspark abnehmen. Direkt vor den Augen aller Segler. Das gesamte Lager wird sich an das Gold-Boot erinnern. Oder erinnern müssen", zwinkert Hagara.
Training.
Bereits am Sonntag fliegen Hagara/Steinacher nach China und trainieren bis 7. Juni im Olympischen Revier. "Wir haben beim Training vergangene Woche vor Valencia wieder Fortschritte gemacht. Nach China kommt erneut neues Material mit. Wir haben beim Großsegel die 19. Entwicklungsstufe erreicht und auch schon dutzende Karbonmasten getestet."
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