Dollinger schaffte bei EM Olympia-A-Limit
Dollinger: "Bin überglücklich, dass es so gut funktioniert hat". Kate Allen kam als 30. ins Ziel und meinte danach: "Mir fehlt das Selbstvertrauen".

Foto © GEPADollinger schaffte das A-Limit
Die 30-jährige Eva Dollinger hat am Samstag bei
der Triathlon-EM in Lissabon über die olympische Distanz den
siebenten Platz belegt und damit das A-Limit für die Olympischen
Spiele in Peking geschafft. Titelverteidigerin und Lokalmatadorin
Vanessa Fernandes (2:05:46 Std.) wurde ihrer Favoritenrolle gerecht
und holte sich vor der Italienerin Nadia Cortassa (+ 40 Sek.) und der
Schwedin Lisa Norden (59) ihre insgesamt fünfte EM-Goldmedaille.
Tania Haiböck wurde 18. (3:00 Min.), Olympiasiegerin Kate Allen kam
als 30. ins Ziel (7:12).
Medaille in Reichweite.
Bis zwei Kilometer vor dem Ziel lag eine Medaille für Dollinger
noch in Reichweite, dann riss die Tirolerin aber von der
Spitzengruppe ab (+1:25 Min.). "Ich bin überglücklich, dass es so gut
funktioniert hat", sagte Dollinger. Gegen Ende des Rennens fehlte
ihr, nachdem sie im Vorfeld immer noch mit einer langwierigen
Verkühlung zu kämpfen hatte, die nötige Kraft. Dollingers nächstes
Ziel ist nun in Madrid (25. Mai) in zwei Wochen das B-Limit zu
bestätigen. "Es ist super, dass wir ein weiteres A-Limit haben",
freute sich ÖRTV-Generalsekretär Herwig Grabner.
Allen weit von Spitze entfernt.
Haiböck lag nach dem Schwimmen schon zu weit zurück, um noch in
den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen zu können. Für Allen war
es der erste Wettkampf nach ihrem Horrorsturz in Neuseeland. Nach
einer ansprechenden Schwimmleistung ("Von der Spitze bin ich dennoch
weit weg, die Form von Neuseeland hatte ich nicht") kam es für die
Innsbruckerin auf dem Rad zu den erwartet großen Problemen.
"Die Angst fährt mit".
Gehandicapt durch starke Daumenschmerzen und der Angst auf den
Kopfsteinpflaster-Passagen verlor Allen alleine dabei rund fünf
Minuten. Die zehn Lauf-Kilometer zum Abschluss fühlten sich
schlussendlich "wie ein Ironman an". "Mir fehlt das Selbstvertrauen,
vor allem in den Radgruppen fährt die Angst mit. So bin ich von einem
Spitzenplatz im Weltcup noch weit weg", sagte Allen. Die
Olympiasiegerin lässt den Weltcup in Madrid aus und will sich damit
gezielt auf die WM in Vancouver am 8. Juni vorbereiten. "Es war
wichtig, dass sie wieder einmal einen Bewerb beendet hat", meinte
Grabner.
Features
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Allen fuhr mit der AngstFoto © GEPA
Fakten
Die EM fand ohne Lisa Hütthaler statt. Die Österreicherin hatte im Vorfeld verletzt abgesagt. Der Österreichische Triathlon Verband hatte erst am vergangenen Freitag einen positiven Dopingfall im ÖTRV bestätigt. Die Herren bestritten ihr EM-Rennen am Samstag ab 16.00 Uhr.













