Jetzt muss Jürgen Koch ums Olympia-Ticket fürchten
Jürgen Koch musste bei den Dutch Open aufgeben und bangt nun um die Olympia-Qualifikation.

Foto © GEPAJürgen Koch muss jetzt hoffen
Jürgen Koch, Österreichs Nummer eins im Badminton, hat bei den Dutch Open in Wateringen in der ersten Runde am Freitag verletzungsbedingt aufgeben müssen. Beim Stand von 21:17 und 3:1 gegen den dänischen Lucky Loser Kasper Ipsen traf den Oberösterreicher bei einem Netzduell der Ball im Auge. Da die Dutch Open das letzte zur Olympia-Qualifikation zählende Turnier sind, entscheidet die nächste Weltrangliste, die am 1. Mai veröffentlicht wird, über eine Startberechtigung durch den internationalen Verband für Koch.
Geschwollenes Auge. Mit dem geschwollenen Auge war der Trauner nicht in der Lage, richtig zu sehen. "Es war alles verschleiert. Ich konnte den Ball nicht mehr richtig erkennen. So hatte es keinen Sinn, weiterzuspielen", erklärte Koch. Der Federball kann im Badminton auf bis zu 360 km/h beschleunigt werden. Trifft dieser aus kürzester Entfernung direkt ins Auge, so besteht Gefahr für das Augenlicht. Der 35-Jährige wurde von den Turnierärzten erfolglos behandelt und musste im dritten Satz beim Stand von 21:17,8:21,1:6 endgültig aufgeben.
Prutsch im Achtelfinale. Simone Prutsch zog hingegen bei den Dutch Open ins Achtelfinale ein. Die Steirerin besiegte zum Auftakt die Lokalmatadorin Monique van der Wouden mit 21:6,21:15 und trifft abends auf die Japanerin Chie Umezu. Bereits mit dem Erstrundensieg hat Prutsch ihre Weltranglistenplatzierung abgesichert und die internationalen Kriterien für Peking erfüllt. Steigt Prutsch in den Niederlanden ins Viertelfinale auf, dann sollte auch die Hürde der ÖOC-Normen gemeistert sein und sie wäre als erste Österreicherin überhaupt und als erster ÖBV-Beitrag seit 1996 bei Olympischen Spielen dabei.
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