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BMW GS: Der Marathon-Mann

Einmal Wüste und zurück: Fotograf Michael Martin hat die Welt bereist und berichtet davon auf seinen Vorträgen. Stets mitten drin: eine BMW GS.

Bei Hitze und Kälte unterwegs: Auf der ganzen Welt wurde der Fotograf auf seiner BMW herzlich empfangen © Martin
 

Durch die Atacama-Wüste von Peru nach Bolivien. Dem Altiplano folgend Richtung Feuerland. Quer über das isländische Hochland, entlang des Odnadatta-Tracks durch die australische Simpson-Wüste. Und einmal die Namib-Wüste bezwingen oder das Colorado Plateau in den USA bereisen – wer dermaßen viele Extremdestinationen besucht hat wie Michael Martin, der weiß, mit welchem Vehikel man sich auf allen Untergründen dieser Welt am besten zurechtfindet. Und seine Wahl steht nach über drei Jahrzehnten auf Achse heute mehr denn je fest: das Motorrad! „Für mich stellt es das ideale Transportmittel für meine Langstrecken-Abenteuer dar. Im Vergleich zu einem Auto ist es sehr leicht und agil und schmal genug, um auch auf engen Wegen fahren zu können.“

Ein Motorrad-Traum. Ausgerechnet seine Liebe zum benachbarten Kontinent öffnete ihm 1987 in München schnell alle Türen: „Zwei BMW-Mitarbeiter waren echte Afrika-Enthusiasten, so war es mir möglich, den nächsten Trip auf meinem Traummotorrad zu starten, einer R 100 GS.“, erinnert sich der 53-Jährige an die Anfangsjahre, und er begann, sich für diese Region immer mehr zu begeistern. Zwischen 1995 und 1998 startete er Expeditionen zum Nil und durch die afrikanischen Wüsten. BMW erkannte den unglaublichen Werbewert des rasenden Fotografen und stattete ihn stets mit den neuesten Modellen aus. So folgte auf die R 100 bald die R 1100 und im Jahr 2000 schließlich die R 1150: „Zu dieser Zeit beschloss ich, mich auf Wüstenthemen zu spezialisieren, und startete mein Projekt ‚Deserts of the Earth‘.“

Michael Martin: "Die Wüste Gobi habe ich bei Minus 40 Grad durchquert.“ Foto © Jörg Reuther
Wüstenabenteuer. Wobei es fast noch spannender ist, was Michael Martin von seinen Erlebnissen im Sattel zu erzählen hat: „Die härteste Wüstenreise auf dem Motorrad unternahm ich in der Mongolei. Ich durchquerte bei Temperaturen von unter Minus 40 Grad die Wüste Gobi und machte meine besonderen Erfahrungen mit verschneiten Dünen.“ Gegen die beinharte Kälte schützte er sich mit beheizter Unterwäsche, für seinen zweirädrigen Begleiter wählte er  die Reifen immer mit Bedacht. Wobei es gerade auf einer Tour durch das eisige Alaska nie ganz – oder eher so richtig – glatt lief: „Im Februar, dem kältesten Monat, war ich auf dem Dempster Highway zum Arktischen Ozean unterwegs. Ich hatte Spikes in die Stollenreifen der GS geschraubt und versuchte damit, auf der verschneiten Naturstraße besser Halt zu finden. Das war jedoch ein Trugschluss, denn die Spikes erreichten wegen der Schneedecke nicht die gefrorene Fahrbahnfläche.“ Die Temperaturen schwankten auch tagsüber immer zwischen Minus 40 und Minus 48 Grad, doch Martin ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Das letzte Teilstück führt auf einer so genannten Ice Road über den Mackenzie River und über den Arktischen Ozean. Auf dem blanken Eis griffen die Spikes und die Zahl der Stürze sank rapide.“

Multimedial. Seit 2009 arbeitet der gebürtige Bayer schließlich an seinem jüngsten Projekt: „Desert Planet“ setzt sich zusammen aus Fotobüchern, einer TV-Serie und multimedialen Vorträgen. Dieses Mal vertraut er auf eine R 1200 GS Adventure, die wie gemacht scheint für solche Trips – was ihm während der aufwendigen Arbeiten mehrmals bewusst wurde: „Ich war mit Eisbrechern, Hundeschlitten, Geländeautos, Skiern und Helikoptern unterwegs, doch mit keinem Verkehrsmittel fühlte ich mich der Wüste so nah wie mit dem Motorrad. Es war toll, sich den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen, Bodenwellen und Untergrund in den Armen zu spüren und Hitze wie Kälte zu erleben.“

So gelangte Martin mit seiner BMW quer über die Nord- und Südhalbkugel bis an die entlegensten Orte, die ihn erst wirklich in das Wüstenleben eintauchen ließ: „Am meisten schätzte ich es, dass ich auf dem Motorrad von den Einheimischen weltweit immer offen und herzlich empfangen wurde.“ Kein Wunder also, dass Martin nur zwei Mal auf seine GS verzichtete: In der Antarktis der Umwelt zuliebe. Und in der Arktis – weil es dort einfach keine Straßen gibt.

Foto © Michael Martin

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