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Zuletzt aktualisiert: 15.03.2008 um 14:29 Uhr

Erste Pole des Jahres an Vizeweltmeister Lewis Hamilton

Schock bei Ferrari nach Defekt bei Räikkönen. Coulthard im Red Bull Achter, Vettel im Toro Rosso Zehnter.

Vizeweltmeister Lewis Hamilton startet am Sonntag aus der ersten Position

Foto © ReutersVizeweltmeister Lewis Hamilton startet am Sonntag aus der ersten Position

Nicht einer der favorisierten Ferrari-Piloten, sondern Vizeweltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes hat die erste Bestzeit der 59. Formel-1-Saison erobert. Der 23-jährige Engländer profitierte am Samstag im Qualifikationstraining für den Grand Prix von Australien in Melbourne allerdings davon, dass der Pole Robert Kubica in seiner letzten Runde zu viel riskierte und nach einem Ausrutscher die erste Pole für BMW-Sauber um 0,155 Sek. verpasste.

Pole Position. Dank seiner achten Quali-Bestzeit geht Hamilton damit am Sonntag (5.30 MEZ/live ORF 1) neben Kubica als Erster ins erste Rennen seit langem ohne Traktionskontrolle. In Reihe zwei stehen mit dem Finnen Heikki Kovalainen der zweite McLaren- und mit dem Brasilianer Felipe Massa der beste Ferrari-Pilot.

Ferrari favorisiert. Die nach den Wintertests zu klaren Favoriten erklärten Ferraris mussten damit gleich einen mächtigen Dämpfer hinnehmen. Denn Weltmeister Kimi Räikkönen, der am Freitag noch Tagesbestzeit erzielt hatte, blieb schon nach dem ersten von drei Qualifikationsteilen mit einem Benzinpumpen-Problem auf der Strecke und belegte nur Platz 16.

Räikkönen out. Nach der Hitze des Vortags ging das erste Quali-Training des Jahres bei angenehmen 24 Grad in Szene. Der Knall des Tages ereignete schon am Ende der ersten, 20 Minuten dauernden Session. Räikkönen wurde bereits in seiner dritten Runde langsam, rollte aus, schaffte es aber nicht mehr ganz an die Box. "Das ist definitiv nicht das, was man sich zum Saisonstart wünscht", seufzte der Finne, der Sonntag mit einem wohlbetankten Ferrari losfahren wird. "Ich muss versuchen, wenigstens Punkte zu machen", hat sich der Titelverteidiger vorgenommen.

Massa optimistisch. Alleine der Optimismus von Massa ("Ich fahre um die Spitzenplätze mit") zeigt aber, dass Ferrari ohnehin eine schon auf das Rennen ausgerichtete Strategie verfolgte. Kubica hingegen wird im leichteren BMW wohl bereits früher zum ersten Tankstopp kommen müssen. "Ich habe volles Risiko genommen, es hat sich nicht ausgezahlt", erklärte der Pole seinen Ausritt in Kurve zwölf auf den Kunstrasen.

Jubel der Deutschen. Ob nach dem besten Qualifikationsergebnis seit Bestehen des Teams nun auch der erste Sieg für die Bayern möglich ist, wollte Kubica nicht direkt beantworten. "Das Auto hat Potenzial und diese Strecke kommt uns entgegen", gab er sich vorsichtig. Der Österreicher Christian Klien, seit heuer Test- und Ersatzfahrer bei BMW, stimmte in den allgemeinen Jubel bei den Deutschen ein: "Ohne diesen Schnitzer wäre die Pole für Robert drin gewesen. Damit haben wir uns zumindest hier als dritte Kraft bestätigt."

Durchdrehende Reifen. Am Sonntag winkt den Fans ein interessantes Rennen über 58 Runden. Schon am Start wird man sehen, wie die Piloten ohne die nun verbotene Traktionskontrolle zurecht kommen und ob Hamilton genügend Gefühl in der Kupplungshand und im Gasfuß hat, um seine Pole-Position auch ausnutzen zu können. Erstmals seit langem wird man am Start vermutlich wieder durchdrehende Reifen sehen.


Qualifikationstraining

  1. Lewis Hamilton (GBR)
  2. Robert Kubica (POL)
  3. Heikki Kovalainen (FIN)
  4. Felipe Massa (BRA)
  5. Nick Heidfeld (GER)
  6. Jarno Trulli (ITA)
  7. Nico Rosberg (GER)
  8. David Coulthard (GBR)
  9. Timo Glock (GER)
  10. Sebastian Vettel (GER)

Melbourne-GP

Wann: 14. bis 16. März
Streckenlänge: 5,30 km
Sieger 2007: Kimi Raikkönen

Fotoserie

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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