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Zuletzt aktualisiert: 20.10.2007 um 22:32 Uhr

Der Erste durfte sich viel zu selten freuen

Die Statistik ist anders. Acht Dreikämpfe hat es in einem Formel-1-Finale gegeben. Fünf Mal gewann der Zweite, drei Mal der Erste, nie der Dritte.

Wer hat im Dreikampf die besseren Nerven?

Foto © APAWer hat im Dreikampf die besseren Nerven?

Hamilton, Alonso und Räikkönen haben Einigkeit geübt, zumindest in São Paulo vor laufenden Kameras. Zum Überholprogramm eines Rennfahrers passt sie natürlich nicht und die Mehrheit glaubt doch an den lockeren Erfolg des neuen Strahlemanns. Vier Punkte Vorsprung und ein perfektes Auto erscheinen für Lewis Hamilton der Garantieschein zum Titel. Die Geschichte spricht jedoch eine andere Sprache. Der Blick auf die Statistik weist Hamilton keineswegs als Favoriten aus. Bisher hat es acht Dreikämpfe um den WM-Titel im letzten Rennen gegeben. Fünf Mal gewann der dabei zuvor Zweitplatzierte die Krone. Einem Drittplatzierten vor dem "Endspiel" ist es noch nie gelungen.

Acht Showdowns:

1950. Gleich das erste Formel-1-Jahr der Geschichte führte zu einem Showdown. Die drei "großen F", Fangio, Fagioli und Farina, fuhren alle Alfa Romeo. Mit dem dritten Saisonsieg gewann Giuseppe Farina den Titel, Fangio verlor durch viel Pech. Zuerst stoppte den Argentinier ein Getriebeschaden, im Ersatzauto ein Motorschaden.

1959. Jack Brabham kam mit einem großem Vorsprung auf Stirling Moss und Tony Brooks nach Sebring. Moss schied aus. Und Brabham rollte kurz vor dem Ziel ohne Benzin aus. Der Australier schob seinen Cooper ins Ziel, ein legendärer Kraftakt für Platz vier. Der reichte, weil Brooks nur Dritter wurde.

1964. Graham Hill hatte vor dem Endlauf in Mexiko fünf bzw. neun Punkte Vorsprung auf John Surtees (Ferrari) und Jim Clark (Lotus). Wegen der Streichresultate hätte er sich nur mit einem dritten Rang verbessern können. Was Hill auch war, bis ihn der Ferrari-Pilot Bandini von der Strecke rammte. Clark fiel aus und John Surtees wurde der bisher einzige Weltmeister auf zwei und vier Rädern.

1968. Graham Hill war wieder vorne, wieder in Mexiko. Diesmal gewann er mit dem Lotus.

1974. Es gabe einen perfekten Showdown. Emerson Fittipaldi und Clay Regazzoni lagen vor dem Rennen in Watkins Glen punktegleich an der Spitze. Nach Problemen an der Vorderachse wurde der Schweizer nur Elfter, Fittipaldi reichte Rang vier. In diesem Rennen starb übrigens der Österreicher Helmut Koinigg, dem der Brasilianer den Titel widmete.

1981. Carlos Reutemann hatte schon 17 Punkte Vorsprung herausgefahren. Vor dem Finale in Las Vegas war es nur mehr ein Zähler auf Nelson Piquet, dem auf dem Parkplatz des Caesar's Palace im Brabham Rang fünf reichte.

1983. Piquet gewann auch seinen zweiten WM-Titel im Dreier-Finale. Prost hatte die WM angeführt, schied in Kyalami aber mit Turboschaden aus, so dass Piquet für BMW die Meriten des ersten Turbo-Champions holte.

1986. Da gab es den bis heute letzten Dreikampf. Leader Nigel Mansell verlor beim letzten Rennen im australischen Adelaide den WM-Titel nach einem Reifenplatzer am Williams an McLaren-Pilot Alain Prost.

GERHARD HOFSTÄDTER

Formel-1-Live-Ticker

GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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