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    Zuletzt aktualisiert: 01.02.2013 um 12:32 UhrKommentare

    Ferrari will heuer beide WM-Titel einfahren

    Der Formel-1-Rennstall Ferrari hat seinen neuen Formel-1-Boliden vorgestellt. Die auffälligste Veränderung: Es gibt keinen Nasenhöcker mehr.

    Der "neue" Ferrari

    Foto © APADer "neue" Ferrari

    Ferrari will heuer die Dominanz von Red Bull und Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel brechen und endlich wieder Formel-1-WM-Titel feiern. Auf dem Werksgelände in Maranello enthüllte die Scuderia am Freitag die neue "Rote Göttin" namens "F138", mit der es gelingen soll, Vettel und den "Bullen" das F1-Leben zur Hölle zu machen. "Es gibt in diesem Jahr für uns nur ein Ziel", betonte Teamchef Stefano Domenicali, "die Geschichte von Ferrari fortzuschreiben und große Titel hinzuzufügen."

    Traditionelles Ferrari-Rot

    Im Gegensatz zur "Roten Göttin" der vergangenen Saison verfügt das 59. Formel-1-Modell von Ferrari, das Vizeweltmeister Fernando Alonso und Felipe Massa steuern werden, über keinen "Nasenhöcker" in der Frontpartie mehr. Den Teams ist es in diesem Jahr erlaubt, den Knick etwa auf Höhe der Radaufhängung mit einer Blende abzudecken, diese design-kosmetische Möglichkeit nutzte Ferrari.

    Farblich ist der neue Bolide im traditionellen Ferrari-rot gehalten, aber mit markantem schwarzem Lack im unteren Teil. Der Name F138 steht für das laufende Kalenderjahr und die Zylinder-Anzahl (8), bevor ab 2014 Sechszylinder-Turbomotoren zum Einsatz kommen.

    Das Auto sei eine Weiterentwicklung des Vorjahrsmodells, wobei man vor allem auf den positiven Aspekten wie der Standfestigkeit aufgebaut habe, erklärte Domenicali. Der Teamchef versprach seinem Fahrer-Duo, obwohl es "eine schwierige Saison werden wird", schon für den ersten Grand Prix am 17. März in Melbourne "das beste Auto".

    "Jetzt müssen wir gewinnen", forderte auch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, nachdem bei der feierlichen Präsentation des neuen Formel-1-Autos in Filmen die Erfolge der Vergangenheit gezeigt worden waren. Als dann Alonso, der Weltmeister von 2005 und 2006 (Renault), die Bühne vor der geladenen Gästeschar verließ und in der ersten Reihe wieder Platz nahm, klatschte Montezemolo mit ihm demonstrativ ab.

    Alonso: Wenig Siegkandidaten

    Bei seiner Rede forderte der italienische Ferrari-Chef dann auch noch Applaus von den Besuchern für eine "außergewöhnliche" Saison, die Alonso im vergangenen Jahr geboten hatte. Selbst vom anfangs belächelten Vorgängermodell des F138 hatte sich der Spanier nicht aus der Spur werfen lassen. Am Ende einer verrückten Saison mit einem bis dato nie dagewesenen Siegerroulette in den ersten sieben Rennen (sieben verschiedene Gewinner) war Alonso der einzige WM-Konkurrent von Vettel, der am Ende nur drei Punkte Vorsprung hatte.

    Diesmal rechnet Alonso mit einer kleineren Schar Siegkandidaten von Beginn an. "Ich denke, es gibt zwei oder drei Teams, die die Siege unter sich ausmachen werden, und ich hoffe, dass wir eines davon sein werden", sagte der Asturier. Entsprechend den Kampfansagen war unter der Ferrari-Kappe des 31-Jährigen, der in dieser Saison die 200-Grand-Prix-Marke knacken wird und bisher 30 seiner 196 Rennen gewonnen hat, auch ein neuer Kurzhaarschnitt zu erkennen.

    An Alonsos Seite wird erneut Massa den zweiten Ferrari steuern dürfen, der Brasilianer erwies sich in der vergangenen Saison einmal mehr als pflegeleichter Helfer. Er geht bereits in seine achte Saison mit der Marke aus Maranello. "Ich bin sehr, sehr glücklich mit diesem Auto. Und ich hoffe, dass ich das richtige Gefühl habe und wir am Ende der WM zwei Titel mit nach Hause bringen", ließ auch der 31-Jährige keinen Zweifel an den WM-Zielen der Scuderia für 2013.

    Red Bull präsentiert am Sonntag

    Für Alonso ist es das vierte Jahr im Traditions-Team mit dem springenden Pferd, das immer noch die größte Strahlkraft in der Königsklasse des Motorsports besitzt. Selbst wenn der bisher letzte Fahrer-Titel Jahre zurückliegt: 2007 gewann der nunmehrige Lotus-Pilot Kimi Räikkönen für die Scuderia die WM.

    Vettel präsentiert seinen neuen Red-Bull-Boliden "RB9" erst am Sonntag im Werk in Milton Keynes. Am Dienstag beginnen dann in Jerez de la Frontera die Testfahrten, die erste Aufschlüsse über das Kräfteverhältnis geben werden. Für Red Bull ist zunächst am Dienstag und Mittwoch der Australier Mark Webber in Südspanien im Einsatz, am Donnerstag und Freitag übernimmt dann Champion Vettel das Cockpit.

    Alonso lässt die ersten vier Testtage indes ganz aus und trainiert weiter an seiner Fitness und Physis. "Ich bereite mich nun vor, um bei 100 Prozent von Australien bis Brasilien (Finale am 24. November) zu sein", betonte der Spanier, dass er alles dafür tun werde, damit die Titelmission 2013 gelingt.


    Cockpit für Van der Garde

    Der Formel-1-Rennstall Caterham hat sein noch freies Cockpit für die anstehende Saison an den Niederländer Giedo van der Garde vergeben. Das teilte das Team am Freitag mit. Van der Garde, der bisher als Testpilot für Caterham im Einsatz war, ist damit der erste Niederländer in der Formel 1 seit Christijan Albers im Jahr 2007. Außerdem fährt der Franzose Charles Pic in der kommenden Saison für den Rennstall. "Ich weiß, ich bin bereit für den Schritt in die Formel 1", sagte van der Garde.

    Damit haben nur noch Force India und Marussia ihren zweiten Piloten kurz vor Beginn der Testfahrten am Dienstag im spanischen Jerez de la Frontera noch nicht benannt.

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      Umfrage

      Formel-1-Weltmeister seit 2005

      2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
      2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
      2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
      2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
      2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
      2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
      2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
      2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
      2013: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

       

      Formel-1-Rekordweltmeister

      Fahrer:

      1. Michael Schumacher (GER)
      7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
      2. Juan Manuel Fangio (ARG)
      5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
      3. Alain Prost (FRA)
      4 WM-Titel(1985,86,89,93)
      . Sebastian Vettel (GER)
      4 WM-Titel (2010,2011,2012,2013)

      Konstrukteure

      1. Ferrari
      16 WM-Titel
      2. Williams
      9 WM-Titel
      3. McLaren
      8 WM-Titel

       

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