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Zuletzt aktualisiert: 04.10.2012 um 11:48 UhrKommentare

Michael Schumacher: Erfolge, Skandale, Unfälle

Erfolge, Skandale, Unfälle - Michael Schumacher hat in zwei Jahrzehnten Formel 1 stets für Aufsehen gesorgt. Nach der laufenden Saison ist damit aber Schluss. Eine einzigartige Karriere geht dann zu Ende. Ein Überblick über die F1-Lauf des mittlerweile 43-jährigen Deutschen von Jahr zu Jahr.

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1991: 25. August, Spa-Francorchamps, 1. Formel-1-Rennen. Gleich im zweiten WM-Lauf seiner Karriere fährt er in die Punkte.

1992: 1. Sieg, auch in Spa-Francorchamps. In seiner ersten kompletten Saison wird Schumacher gleich WM-Dritter.

1993: Ein Saisonsieg, WM-Vierter.

1994: Schumacher gewinnt im Benetton zum ersten Mal den WM-Titel. Überschattet wird die Saison vom Tod Ayrton Sennas (1. Mai) - Schumacher gewann das Rennen in Imola. In der Stunde des WM-Triumphs erinnert Schumacher an Senna. Es wäre sein Jahr geworden, sagt der neue Champion.

1995: Schumacher verteidigt seinen Titel erfolgreich. Das Duell zwischen dem kompromisslosen Deutschen und dem erneut geschlagenen Damon Hill fesselt die Formel-1-Fans.

1996: Erstes Jahr bei Ferrari. Aufbauarbeit ist gefragt. Drei Saisonsiege, keine Chance auf den Titel.

1997: Der Skandal von Jerez de la Frontera: Schumacher fährt im letzten Rennen seinem Titelrivalen Jacques Villeneuve ins Auto. Der Kanadier kann aber im Gegensatz zu Schumacher weiterfahren. "Schumi" wird nachträglich wegen Unsportlichkeit aus der WM-Wertung gestrichen und verliert damit seinen zweiten WM-Rang.

1998: Wieder einmal in Spa. Im Regen fährt Schumacher ins Heck des zur Überrundung anstehenden David Coulthard, McLaren-Teamkollege des WM-Führenden und späteren Weltmeisters Mika Häkkinen, und scheidet aus. In der Boxengasse kommt es fast zu Handgreiflichkeiten

1999: Schumachers schwerster Formel-1-Unfall. In Silverstone rast er wegen eines Bremsdefekts in einen Reifenstapel: Schien- und Wadenbeinbruch.

2000: Beginn der sagenhaften Titelserie mit Ferrari. Es ist der erste Triumph für die Italiener seit 1979.

2001: Die erfolgreich Titelverteidigung ist vier Rennen vor dem Saisonende perfekt. Zugleich stellt er den Rekord von Alain Prost ein, der 51 Grand Prix gewann.

2002: Titel Nummer drei mit Ferrari, mit seinem persönlichen fünften WM-Triumph zieht Schumacher mit Juan Manuel Fangio gleich. Allerdings sorgt der Stallorder-Skandal von Spielberg, als Ferrari Rubens Barrichello zugunsten von Schumacher bremst, auch für Negativschlagzeilen.

2003: Mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den damaligen McLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen gewinnt Schumacher seinen sechsten WM-Titel.

2004: Titel Nummer sieben. Triumph in Spa perfekt gemacht.

2005: Schumacher muss sich Fernando Alonso im Renault geschlagen geben. Dazu noch Bruderzwist in Monaco: Schumacher versucht, seinen Bruder noch auf der Ziellinie zu überholen, um Sechster zu werden. Schumi II tobt: "Manchmal schaltet er sein Gehirn nicht ein."

2006: Kein Titel, aber mit der 66. Pole Position überbietet er Sennas Rekord. Und wieder ein Skandal: In Monaco blockiert Schumacher mit seinem Ferrari am Ende des Qualifyings die Strecke und verliert deshalb nachträglich seine Pole Position. Ein paar Monate später folgt die Rücktrittsankündigung.

2007: Schumacher arbeitet seit seinem Rücktritt als Ferrari-Berater.

2008: Weiterhin als Berater der Scuderia im Einsatz.

2009: Schumacher will für den verunglückten Felipe Massa bei Ferrari einspringen. Die Folgen eines Motorradunfalls im Februar durchkreuzen jedoch diese Pläne. Dann der Vorweihnachts-Kracher: Schumacher fährt ab 2010 für das Werksteam Mercedes Grand Prix.

2010: Die Rückkehr ins Renngeschehen. Nicht aber zu alten Erfolgen. WM-Neunter. Meist geschlagen vom eigenen Teamkollegen und Landsmann Nico Rosberg.

2011: Das zweite Comeback-Jahr verläuft bis zur Sommerpause erneut frustrierend. Doch "Schumi" hofft weiter auf "Achtungszeichen".

2012: Der dritte Anlauf im Silberpfeil, viel besser wird es nicht. Bestzeit im Qualifying von Monaco, Platz drei in Valencia - zu wenig. Mercedes mustert "Schumi" zum Saisonende aus und verpflichtet den englischen Ex-Champ Lewis Hamilton als Nachfolger. Am 4. Oktober erklärt Schumacher sein Karriereende per Saisonende. Am 25. November nach seinem 308. Formel-1-Rennen wird der F1-Rekordmann in PS-Pension gehen.


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GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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