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Mister Ecclestone und das große Schweigen Anklage gegen Formel-1-Chef Ecclestone erhoben Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Formel 1 Nächster Artikel Mister Ecclestone und das große Schweigen Anklage gegen Formel-1-Chef Ecclestone erhoben
Zuletzt aktualisiert: 22.09.2012 um 21:14 UhrKommentare

Vor Schumi gabelt sich die Fahrbahn

Vorm Nacht-Grand-Prix am Sonntag in Singapur dreht sich die Formel 1 auch um die Frage: Quo vadis, Michael Schumacher (43)? Denn Lewis Hamilton will zu Mercedes.

Foto © Reuters

Als vor Wochen die ersten Gerüchte aufkamen, Lewis Hamilton könnte ab 2013 anstelle von Michael Schumacher (43) bei Mercedes fahren, hielten auch viele Experten in der Formel 1 das für eine dieser typischen "Silly Season Enten", für eine der aufgebauschten Falschmeldungen der Transferzeit. Inzwischen wird aber eines immer klarer: Dass man bei Mercedes offensichtlich tatsächlich lieber Lewis Hamilton von McLaren abwerben will, als noch ein weiteres Jahr mit Michael Schumacher zu fahren.

Lauda & Mercedes

Schumacher soll eine Management- und Markenbotschafter-Position bekommen, wenn Hamilton tatsächlich kommt. Wobei dann interessant werden könnte, wie sich Mercedes in Zukunft organisieren würde. Denn gleichzeitig erzählt ja Niki Lauda ziemlich unverblümt herum, dass er schon derzeit im Mercedes-Auftrag mit Bernie Ecclestone über das Concorde-Agreement, quasi die Spielregeln der Formel 1, verhandle - weil das Verhältnis zwischen Ecclestone und Mercedes-Teamchef Ross Brawn etwas gestört ist. Und der Österreicher lässt auch durchblicken, dass er davon ausgeht, mittelfristig eine größere Rolle im Mercedes-Management zu spielen.

Das Ganze führt natürlich zu immer wüsteren Spekulationen. Da ja allgemein bekannt ist, dass Schumacher eigentlich lieber weiterfahren als aufhören würde, wird jetzt da und dort sogar davon geredet, dass der siebenmalige Weltmeister nächstes Jahr im Schweizer Sauber-Team fahren könnte. Dort lieferte Peter Sauber, gleich das passende Zitat: "Ich würde ihn jederzeit sofort nehmen!" Und Schumachers Managerin Sabine Kehm setzte sich beinahe provokativ öffentlich im Fahrerlager zu einem Gespräch mit Sauber und Monisha Kaltenborn, der Sauber-Geschäftsführerin, zusammen.

Schumi & Sauber

Aber dass Mercedes Schumacher, der jetzt schon einen langfristigen Vertrag als Markenrepräsentant haben dürfte, so einfach zu Sauber gehen lässt, ist auch mehr als unwahrscheinlich. Immerhin fährt Sauber mit Ferrari-Motor und ist seit der Trennung von Mercedes als Motorenlieferant 1994 mit den Stuttgartern auf "Kriegsfuß". Und dass Schumacher es sich antut, bei einem - wenn auch guten - kleinen Mittelklasseteam anzuheuern, kann man sich auch kaum vorstellen. Das wäre wohl der endgültige Image-GAU für einen siebenmaligen Weltmeister.

Dass Hamilton McLaren gegen Mercedes eintauscht, ist hingegen durchaus vorstellbar. Nicht nur, weil ihn seine eigene Management-Agentur rund um Simon Fuller dazu drängt. In England will man wissen: Fuller habe mit Hamilton nicht den üblichen Vertrag über 15 oder 20 Prozent Anteile am Gesamteinkommen, sondern einen über 50 Prozent aller privaten Sponsordeals. Und bei McLaren sind den Fahrern schon seit ewigen Zeiten Privatsponsoren fast komplett verboten, bei Mercedes wird das wesentlich lockerer gehandhabt. Dazu kommt: Fuller will Hamilton als großen Hollywood-Star vermarkten. Das geht mit einem Weltkonzern wie Mercedes besser als mit McLaren.

Hamilton & McLaren

Lewis Hamilton, der Weltmeister von 2008, und McLaren haben sich auch auseinander gelebt. Da und dort ist schon mal zu hören: "Wenn Lewis unbedingt weg will, dann soll er doch." Auch wenn Teamchef Martin Whitmarsh offiziell immer noch verkündet, dass man den Briten auf jeden Fall halten wolle.

Bei Mercedes muss allerdings in der kommenden Woche, so wissen zumindest Hamiltons englische Quellen, noch der Aufsichtsrat alle endgültigen Grundsatzentscheidungen in Sachen Formel 1 absegnen, nachdem vorstandsintern bereits letzte Woche alles Signale auf "Grün" gestellt wurden. Erst danach können auch endgültige Verträge jedweder Art fürs nächste Jahr gemacht werden.

KARIN STURM, SINGAPUR

Spanier Alguersari 2013 angeblich wieder WM-Pilot

Der Spanier Jaime Alguersari wird 2013 wieder als Grand-Prix-Pilot in der Formel-1-WM an den Start gehen. Das hat der im Vorjahr bei Toro Rosso ausgemusterte Pilot gegenüber der spanischen Zeitung "Marca" versichert. "Ich werde mit Sicherheit wieder fahren." In höchstens einem Monat will der 22-Jährige auch wissen, in welchem Team.

Laut dem Spanier wolle er in einer Equipe antreten, die regelmäßig Punkte macht und Potenzial für einen Platz zwischen fünf und sieben in der Konstrukteurs-WM hat. Alguersari ist derzeit als Testfahrer für den Formel-1-Reifenausrüster Pirelli beschäftigt.

Formel-1-Live-Ticker

GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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