Diskussion um Kampfjet-Dach
Nach dem fürchterlichen Spa-Crash wird wieder ein Cockpit-Schutz diskutiert. Fernando Alonso, der in Spa unglaubliches Glück hatte, meinte nur, dass "einige Pilote mehr aufpassen sollten."

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Fliegende Rennwagen, wie von Buben weggeschleudertes Spielzeug. So eine Karambolage wie in Spa vergangenen Sonntag kommt zum Glück nicht allzu oft in der Formel 1 vor. Romain Grosjean, der Auslöser des Unfalls wurde für Monza gesperrt. In der Urteilsbegründung des internationalen Automobilverbandes (FIA) hieß es: "Grosjean hat einen schwerwiegenden Fehler begangen, der andere Fahrer verletzen hätte können." Der Franzose hatte zum siebten Mal im zwölften Rennen einen Unfall ausgelöst. Und die offenen Cockpits stellen im Nachhinein betrachtet, ein großes Sicherheits-Risiko dar.
Wie kann die FIA dieses Risiko aber minimieren. Weil die gesamte Branche nicht an die Lernfähigkeit ihrer Fahrer glaubt, wird immer wieder nach Schutzmaßnahmen für Cockpits geforscht. Die FIA testet verschiedenste Cockpit-Hauben, komplett geschlossen oder nur teilweise, auch Überrollbügel über dem Cockpit wären eine mögliche Variante. Nur schränken diese Verstrebungen vielleicht zu sehr das Sichtfenster ein.
Reifen als Geschoss
Im Vorjahr gab es einen Test mit der Glashaube eines F16-Kampfflugzeugs, die mit einem 20 kg schwerer Reifen mit 225 km/h beschossen wurde. Die Kanzel blieb unbeschädigt. Es bleiben offene Fragen. Wie schnell kann man einen Fahrer bergen, etwa bei einem Feuer. Wie stark kann so eine Scheibe verschmutzen, wie kann sie während der Fahrt gereinigt werden. Die absolute Sicherheit bietet die Haube auch nicht.
Aber zweifelsohne Schutz wie beim Zwischenfall von Felipe Massa 2009 in Ungarn, als bei voller Fahrt eine Feder auf den Helm krachte, der Brasilianer fast sein Auge verlor. Oder heuer beim Unfall von Marussia-Testpilotin Maria de Villota, die in eine offene Laderampe eines LKWs gekracht war. Fernando Alonso, der in Spa unglaubliches Glück hatte, meinte nur, dass "einige Pilote mehr aufpassen sollten." Sonst freue er sich auf Monza, auf das Heimrennen von Ferrari am Sonntag. Da wolle er wieder punkten. Und Grosjean ist da ja nicht dabei.
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D'Ambrosio ersetzt in Monza gesperrten Grosjean
Testfahrer Jerome D'Ambrosio ersetzt bei Lotus den gesperrten Stammpiloten Romain Grosjean beim Formel-1-Grand-Prix von Italien an diesem Wochenende. "Wir wissen, dass Jerome gut ins Team integriert ist und dass er einen guten Job gemacht hat, als er den E20 bei den Tests in Mugello fuhr", sagte Lotus-Teamchef Eric Boullier am Dienstag. "Mein Wunsch für 2012 war immer, einen Sitz in einem Formel-1-Auto zu bekommen. Deshalb ergreife ich diese Chance mit beiden Händen", sagte D'Ambrosio.
Der 26-jährige Belgier bestritt im Vorjahr 19 Grand Prix für Marussia-Virgin. Lotus verpflichtete den früheren Champion der Formel Master in dieser Saison als dritten Fahrer. Grosjean ist nach dem von ihm verursachten schweren Unfall beim Grand Prix von Belgien am vergangenen Sonntag für ein Rennen gesperrt worden.












