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Zuletzt aktualisiert: 03.06.2012 um 14:51 UhrKommentare

Red Bull muss Löcher im Unterboden stopfen

Foto © APA

Regeln sind in der Formel 1 da, um sie auszureizen. Das Weltmeisterteam Red Bull Racing ist nun von den Ordnungshütern gebremst worden. Die Löcher im Unterboden des RB8-Boliden wurden nachträglich als nicht regelkonform eingestuft und müssen nun im Vorfeld des Kanada-Grand-Prix am kommenden Wochenende gestopft werden.

Der Internationale Automobilverband (FIA) bestätigte am Wochenende, dass er eine Design-Konstruktion im Unterboden des RB8 nachträglich für illegal erklärt hat. Dabei geht es um Löcher in der Bodenplatte der Formel-1-Autos von Doppelweltmeister Sebastian Vettel und Monaco-Sieger Mark Webber unmittelbar vor den Hinterrädern.

Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko zeigte sich umgehend bemüht, die Bedeutung herunterzuspielen. "Wir hatten ohnehin nicht geplant, diesen Unterboden in Montreal zu benutzen", wurde er von "autosport.com" am Sonntag zitiert. Der Bolide müsse daher für das kommende Rennen am Wochenende in Kanada auch gar nicht modifiziert werden.

Am jüngsten Sieg von Webber in Monte Carlo ändert die nachträgliche Entscheidung nichts. Eine Strafe wurde ebenfalls nicht verhängt. Die FIA widersprach aber der Red-Bull-Sichtweise, dass es nicht genau festgelegt sei, ob es ab einem bestimmten Punkt keine Löcher im Unterboden geben dürfe. In diesem Fall wäre der entsprechende Paragraf 3.12.5 im Technischen Regelwerk überflüssig, erklärte die FIA. Die durch die Löcher geleiteten Luftströme trugen beim Red Bull zur Verbesserung der Aerodynamik bei.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner war bis zur Entscheidung davon ausgegangen, dass die Idee von Design-Guru Adrian Newey regelkonform ist. "Die Regeln sind so geschrieben, dass sie offen für Interpretationen sind", hatte Horner Sky Sports gesagt.

Beim Großen Preis von Monaco war der Argwohn der schärfsten WM-Konkurrenten an der Red-Bull-Variante aber wieder gewachsen. Einen offiziellen Protest hatte jedoch keiner der Widersacher eingelegt. Laut Marko ist es nicht nur eine Entscheidung allein gegen Red Bull. "Das betrifft auch andere Teams", betonte der 69-jährige Steirer.

Quelle: APA

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GEPA/Reuters/Fotolia

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