Kaltenborn hat als Sauber-Teamchefin "große Pläne"

Foto © APA
Die Gratulationen schienen kein Ende zu nehmen. Monisha Kaltenborn ist mittlerweile jemand in der Formel 1. Seit sie Besitzer Peter Sauber Anfang April zu seiner designierten Nachfolgerin als Teamchef gemacht hat, ist die Wienerin mit indischen Wurzeln auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Sie ist die erste Teamchefin in der Königsklasse.
"Ich habe noch ganz große Pläne mit dem Team", versicherte Kaltenborn vor dem Grand Prix von Spanien im Gespräch mit der APA. "Ich bin sehr glücklich über das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird." Ihre Tätigkeit werde sich durch die neue Jobbeschreibung ab der kommenden Saison nicht großartig ändern. Als Geschäftsführerin ist die Juristin schon jetzt die operative Leiterin des Schweizer Traditionsteams.
Dazu kommt als Teamchefin nun der Kommandostand - und mehr öffentliche Aufmerksamkeit. "Für mich ist das aber nie wichtig gewesen", versicherte Kaltenborn. "Es gibt Wichtigeres." Die zweifache Mutter bezeichnete es sogar als "Glück", so lange im Hintergrund gearbeitet zu haben. "Dadurch habe ich in Ruhe lernen und etwas aufbauen können", sagte Kaltenborn. Die Wienerin ist seit 1998 für Sauber tätig, seit Anfang 2010 als Geschäftsführerin.
Obwohl erst mit acht Jahren nach Wien übersiedelt, legt die gebürtige Inderin Wert auf ihre österreichische Herkunft. Das Gespräch an ihrem 41. Geburtstag musste sie kurz unterbrechen - passenderweise hatte sie von ihrem Team einen Apfelstrudel mit Kerzen bekommen. Den Muttertag muss Kaltenborn dafür am Sonntag ohne ihre zwei Kinder (10 und 7) begehen. "Sie haben mir aber ein Geschenk mitgegeben", erklärte die Powerfrau mit einem Lächeln.












