Rosberg dominiert vor Webber und Vettel
Während die Formel-1-Boliden in Bahrain um die schnellste Runde kämpfen, duellieren sich Demonstranten und Polizei abseits der Strecke. Nico Rosberg war am Freitag der Schnellste.

Foto © APNico Rosberg
Die ersten Einwände, wonach Mercedes nur bei kühlen Bedingungen schnell sei, hat Nico Rosberg am Freitag einmal vom Tisch gewischt. Der China-Sieger war am Freitag auch im freien Training für den Formel-1-Grand-Prix von Bahrain der Schnellste. Fünf Tage nach dem ersten Grand-Prix-Sieg seiner Karriere verwies der 26-jährige Deutsche die Red-Bull-Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel in 1:32,861 Minuten relativ deutlich auf die Plätze.
Auf eine Runde waren die Silberpfeile, die zuletzt in Shanghai als Werksteam ihren ersten Grand-Prix-Sieg seit 1955 gefeiert haben, aber schon die gesamte Saison über schnell. Interessant dürfte der Reifenverschleiß im Rennen am Sonntag (14.00 Uhr MESZ/live ORF eins, RTL und Sky) werden. In den ersten beiden Rennen in Australien und Malaysia hatte sich der W03 als wahrer Reifenfresser erwiesen. Die heißen, sandigen Bedingen in der Wüste von Sakhir dürften für einen besonders hohen Verschleiß sorgen.
"Das Wichtigste ist immer noch, dass wir unseren Rennspeed verbessern", betonte Rosberg. "Die Bedingungen da draußen sind wirklich hart, das Rennen wird vor allem aus Reifensicht eine Herausforderung." Sein Teamkollege Michael Schumacher landete im Training zwischen den McLaren von WM-Leader Lewis Hamilton und Australien-Auftaktsieger Jenson Button auf Rang fünf. Zumindest im Qualifying am Samstag gilt Mercedes als Favorit.
Red Bull und McLaren sind wie zuletzt die ersten Herausforderer. Webber und Vettel verloren zwar bereits 0,446 bzw. 0,709 Sekunden auf Rosberg. Bei Webber streikte aber einmal mehr das Energierückgewinnungssystem KERS. Der Ausfall dürfte dem Australier rund 0,3 Sekunden pro Runde gekostet haben. "Ich denke, dass andere dieses Wochenende die Favoriten sind", meinte Vettel. Durch die hohen Temperaturen leiden vor allem die Reifen.
"Beim Bremsen fühlt sich das Fahren an wie auf einem Eislaufplatz", erklärte Hamilton, der in der WM nach drei dritten Plätzen zwei Punkte vor Button führt. Noch vor den beiden Red Bull folgt Malaysia-Sieger Fernando Alonso, der im Ferrari Platz acht belegte. Force India verzichtete wegen Sicherheitsbedenken aus "logistischen Gründen" auf eine Teilnahme am zweite Training am Nachmittag. Mitarbeiter des Rennstalles waren am Mittwoch Zeugen von Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei geworden.













