Jochen Rindt: Der "Popstar" wäre 70 Jahre alt
Am Mittwoch, 18. April 2012, wäre Motorsport-Ikone Jochen Rindt 70 Jahre alt geworden. Wegen seines wilden Wesens und seiner markanten Nase wird Rindt auch gerne als erster "Popstar" der Formel 1 bezeichnet.

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Der stets für Österreich fahrende, gebürtige Deutsche wurde 1970 posthum Weltmeister der Formel 1, nachdem er am 5. September dieses Jahres beim Training in Monza tödlich verunglückt war. Anlässlich seines 40. Todestages hatte es 2010 Ausstellungen, Bücher und Filme über Rindt gegeben.
Karl Jochen Rindt war nach dem frühen Tod seiner Eltern 1943 als einjähriger Waise von Mainz zu seinen Großeltern nach Graz gekommen, dort aufgewachsen und ist dort auf dem Zentralfriedhof auch begraben. Sein Talent und einzigartiger Fahrstil brachten ihm nicht nur zahlreiche Siege in der Formel 1 (6 in 60 Rennen) und vor allem der Formel 2 ein, als deren "König" er galt, sondern auch jenen 1965 beim Langstrecken-Klassiker in Le Mans.
"Popstar" der Formel 1
Fast mehr noch prägte Rindt seine Zeit aber mit seiner unkonventionellen, offenen Art, seinem köstlichen Sprach-Mix aus Deutsch, Englisch und Steirisch sowie einer einzigartigen Waghalsigkeit in einer Zeit, in der es pro Jahr im Schnitt zwei Tote in der Formel 1 gab. Wegen seines wilden Wesens und seiner markanten Nase wird Rindt auch gerne als erster "Popstar" oder "James Dean" der Formel 1 bezeichnet.
Selbst Formel-1-Boss Bernie Ecclestone huldigt dem Österreicher. "Ohne Jochen wäre ich wahrscheinlich nicht hier. Er hat mein Leben stark beeinflusst", sagte einst der 81-jährige Brite, der die Vermarktung der Motorsport-Königsklasse in der Hand hat. Für Österreichs dreifachen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist Rind unsterblich. "Für mich, für Österreich und wahrscheinlich die ganze Welt lebt Jochen weiter."












