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Zuletzt aktualisiert: 15.04.2012 um 13:01 UhrKommentare

Erster Sieg für Rosberg

Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat am Sonntag in China seinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert. Es ist außerdem der erste Triumph eines Silberpfeils seit 1955. Für Red Bull gab es hingegen wieder keinen Stockerlplatz.

Jubeltag für Nico Rosberg

Foto © APAJubeltag für Nico Rosberg

Im 111. Anlauf hat es Nico Rosberg geschafft und seinen ersten Formel-1-Grand-Prix-Sieg gefeiert. Der 26-jährige Deutsche triumphierte am Sonntag in China auf dem Shanghai International Circuit souverän vor den englischen McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton, der nach seinem dritten dritten Platz im dritten Saisonrennen vor seinem Teamkollegen die WM-Führung übernahm.

Nicht nur für Rosberg war es ein historischer Tag, sondern auch für seinen Rennstall Mercedes. Der schwäbische Autobauer jubelte über seinen ersten GP-Triumph als eigenes Werksteam seit dem 11. September 1955. Damals gewann der legendäre argentinische "Silberpfeil"-Pilot Juan-Manuel Fangio in Monza. Nach der Übernahme des Rennstalls von Ross Brawn ist der langjährige Motorlieferant Mercedes seit 2010 wieder mit einem eigenen Team in der Königsklasse des Motorsports vertreten.

"Ein unglaubliches Gefühl!"

"Absolut sensationell, ein unglaubliches Gefühl! Ich bin überglücklich. Es hat lange gedauert für mich und das Team, deshalb ist es so grandios, dass wir jetzt dort stehen, wo wir hinwollten", frohlockte der von Pole Position gestartete Sohn des finnischen Ex-Weltmesters Keke Rosberg nach seinem ungefährdeten Sieg vor den ebenfalls von Mercedes-Triebwerken angetriebenen McLaren.

Weltmeister Sebastian Vettel, der zuletzt in Malaysia als Elfter ohne WM-Punkt geblieben war, verpasste indes erneut das Podest. Der nur von Platz elf gestartete Deutsche war zwar aufgrund seiner Rennstrategie bis auf Platz zwei "vorgespült" worden, wurde aber in den letzten vier Runden noch von Button, Hamilton sowie seinem Red-Bull-Stallgefährten Mark Webber überholt. Noch schlechter erging es Sepang-Sieger Fernando Alonso, der nach einem Ausritt im Ferrari gar nur Neunter wurde und seine WM-Führung einbüßte.

Zum dritten Mal Vater und Sohn als GP-Sieger

Wie der Vater, so der Sohn: 26 Jahre, fünf Monate und zwölf Tage nach Keke Rosbergs letztem Sieg hat auch sein deutscher Filius Nico ein Formel-1-Rennen gewonnen. Erst zum dritten Mal in der Geschichte der Königsklasse des Motorsports schaffte damit der Sohn eines früheren Formel-1-Siegers ebenfalls einen Grand-Prix-Triumph. Zuvor war dies den Kanadiern Gilles und Jacques Villeneuve und den Engländern Graham und Damon Hill gelungen.

Die Hills sind allerdings bisher die einzige Vater-Sohn-Kombination, die es auch zu Weltmeister-Ehren brachte. Graham Hill war 1962 und 1968 Champion, sein Sohn Damon 1996. Nico Rosberg kann nun dafür sorgen, dass dieses Kunststück wiederholt wird. Sein finnischer Vater war 1982 im Williams Weltmeister geworden.


GP von China, Endstand

  1. N. Rosberg (Mercedes)
  2. J. Button (McLaren)
  3. L. Hamilton (McLaren)
  4. M. Webber (Red Bull)
  5. S. Vettel (Red Bull)
  6. R. Grosjean (Lotus)
  7. B. Senna (Williams)
  8. P. Maldonado (Williams)
  9. F. Alonso (Ferrari)
  10. K. Kobayashi (Sauber)

Foto

Foto © Reuters

Bild vergrößernVettel und Red Bull kommen nicht richtig auf TourenFoto © Reuters

WM-Stand

  1. L. Hamilton (McLaren), 45 Pkte.
  2. J. Button (McLaren), 43
  3. F. Alonso (Ferrari), 37
  4. M. Webber (Red Bull), 36
  5. S. Vettel (Red Bull), 28

Formel-1-Live-Ticker

GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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