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Zuletzt aktualisiert: 25.01.2012 um 12:08 UhrKommentare

Teams unter Zeitdruck: Keine Fahrt ohne Crashtest

Zum ersten Mal müssen alle Formel-1-Teams in diesem Jahr schon vor den ersten Testfahrten beweisen, dass ihre neuen Boliden auch schweren Unfällen standhalten.

Sebastian Vettel

Foto © ReutersSebastian Vettel

Die Formel 1 ist auf Crashkurs. Zum ersten Mal müssen alle Teams in diesem Jahr schon vor den ersten Testfahrten beweisen, dass ihre neuen Autos auch schweren Unfällen standhalten. Für die Ingenieure bedeutet die neue Regel weniger Zeit zur Entwicklung der Rennwagen, damit alle Pflicht-Crashtests rechtzeitig absolviert werden können. Bisher mussten die Boliden erst vor dem Auftaktrennen zur Sicherheitsprüfung.

Ferrari mit aggressiver Strategie beim Autobau

"Es wird eng, aber das ist im Jänner normal", bemühte sich Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko um verbale Gelassenheit. Doch selbst ein Spitzenteam wie Ferrari bringt der neuformulierte Paragraf 22.2 des Sport-Regelwerks unter Zugzwang. Bei der Aufholjagd auf die im Vorjahr dominanten Bullen um Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel sucht die italienische Scuderia nach kreativen Lösungen - und scheiterte prompt beim ersten Crashtest.

"Ich habe unsere Ingenieure schon im vergangenen Sommer aufgefordert, jedes Detail und jeden Winkel des Regelwerks auszuleuchten, um ans Limit zu kommen", erklärte Teamchef Stefano Domenicali die aggressive Strategie beim Autobau. Für den zweiten Testanlauf musste Ferrari seine neue "Rote Göttin" dem Vernehmen nach zusätzlich mit Karbon verstärken - und kam diesmal durch. Die Prüfungen dürfen beliebig oft wiederholt werden.

Jedes Chassis, das bei Übungsfahrten und Rennen eingesetzt werden soll, muss in der Teamfabrik allerdings unter Aufsicht des Weltverbands FIA insgesamt acht sogenannte statische Tests bestehen. Simuliert werden dabei unter anderem harte Einschläge an der Cockpit-Seite, am Unterboden des Benzintanks und an der Frontpartie. Dazu wird der Überrollbügel bei drei Prüfungen jeweils mit mehreren Tonnen belastet und darf sich dabei nur minimal verformen.

Sicherheitszelle muss intakt bleiben

Hinzu kommen dynamische Tests bei einem Prototypen des neuen Autos, die in einem von der FIA genehmigten Testzentrum ausgeführt werden müssen. Die Front, die Seite und das Heck des Rennwagens werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 Metern pro Sekunde (54 km/h) gecrasht. Dabei muss die Sicherheitszelle des Piloten vollkommen intakt bleiben.

Mercedes dürfte sich mehr Zeit geben wollen. Rekordweltmeister Michael Schumacher und Nico Rosberg bestreiten die ersten Testfahrten Anfang Februar in Jerez noch mit einem Vorjahresmodell. Die Saison beginnt am 18. März in Australien.


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GEPA/Reuters/Fotolia

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Formel-1-Weltmeister seit 2005

2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

Konstrukteure

1. Ferrari
16 WM-Titel
2. Williams
9 WM-Titel
3. McLaren
8 WM-Titel

 

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