Kuriose Affäre um vermeintliche Mentaltrainerin
Die Affäre rund um eine Mentaltrainerin, die Top-Sportler gecoacht haben will, weitet sich immer mehr aus. Nach Sebastian Vettel kamen zuletzt weitere Namen wie Hermann Maier und Lindsey Vonn ins Spiel.

Foto © APASebastian Vettel weiß von nichts
Aber keiner der Stars will mit der Frau gearbeitet haben. Sie selbst sprach Medien gegenüber von einer Intrige. Mittlerweile interessiert sich auch die Wirtschaftskammer für die Causa. Die Trainerin war Dienstagvormittag für die APA nicht erreichbar.
Die Oberösterreicherin soll sich unter anderem in ihrer E-Mail-Signatur als "Offizieller Mentalcoach des Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel sowie des Fußballweltmeisters Spanien zur WM 2010" bezeichnet haben. Der Red-Bull-Pilot will mit ihr aber noch nie zu tun gehabt haben, auch der spanische Fußball-Verband nicht. Während Vettel und Red Bull rechtliche Schritte überlegen, spricht die Trainerin von einer Intrige eines neidischen Kollegen. Sie habe mit dem Rennfahrer nur per SMS und E-Mail Kontakt gehabt, diese seien offenbar gefälscht gewesen, beteuerte sie gegenüber Zeitungen.
Billige Masche?
Zuletzt kamen aber auch die Namen weiterer Sportler ins Spiel: Auf ihrer Website soll die Oberösterreicherin mit Trainingsmethoden a la Hermann Maier und Lindsey Vonn geworben haben. Und für den Fall des "Herminators", dessen Management den Kontakt ebenfalls dementierte, interessiert sich mittlerweile auch die Wirtschaftskammer Oberösterreich. Denn die Frau habe lediglich einen Gewerbeschein für die Organisation von Seminaren, nicht aber für individuelle Beratung, erklärte Bernhard Eckmayr, Geschäftsführer der Fachgruppe Gewerbliche Dienstleister. Wenn diese Tätigkeit in Österreich stattgefunden habe, werde die Kammer die Beraterin zur Unterlassung auffordern und Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft erstatten.
Gegenüber Medien wies die Beraterin, die Vorwürfe, sich mit fremden Federn geschmückt zu haben, zurück. Sie habe nie behauptet, mit Maier gearbeitet zu haben, sie verwende nur seine Methodik, betonte sie etwa. Dass sie beim spanischen Fußballverband unbekannt ist, erklärte sie damit, dass sie "einzelne Top-Fußballer privat betreut" habe. Die Namen dieser Kicker dürfe sie aber nicht nennen, während der vermeintliche Sebastian Vettel ihr das erlaubt habe. Dieser habe sich später allerdings als neidischer Kollege entpuppt, der sie hereingelegt habe. Dass sie mit ihren Klienten nur per Mail oder Handy kommuniziere, sei in ihrer Arbeit normal.












