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    Hamilton und Wolff gegen doppelte Punkte Bis 328 km/h: Mexiko erhält zweitsschnellste Strecke Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Formel 1 Nächster Artikel Hamilton und Wolff gegen doppelte Punkte Bis 328 km/h: Mexiko erhält zweitsschnellste Strecke
    Zuletzt aktualisiert: 08.10.2011 um 14:04 UhrKommentare

    Vettel steht vor dem zweiten Titel

    Dank einer Harakiri-Runde nimmt Sebastian Vettel den Formel-1-Grand-Prix von Japan aus der Pole Position in Angriff. Er setzte sich vor Hauptkonkurrent Jenson Button durch, am Sonntag (ab 08:00 Uhr im Live-Ticker) könnte sich der 24-Jährige zum jüngsten Doppelweltmeister der Geschichte krönen.

    Sebastian Vettel

    Foto © APASebastian Vettel

    Sebastian Vettel kann den Grand Prix von Japan zum dritten Mal in Folge aus der Pole Position gewinnen. Der 24-jährige Weltmeister kämpfte am Samstag im Qualifying von Suzuka seinen Hauptrivalen Jenson Button im McLaren um neun Tausendstel nieder und kann nun am Sonntag (8.00 Uhr MESZ/live ORF eins, RTL, Sky) seinen zweiten Weltmeistertitel mit Stil einfahren. Dass auch im 15. von 19 Saisonrennen die Pole an Red Bull Racing ging, lag nicht zuletzt an einer gelungenen "Flugrettung".

    Vettel hatte Freitagfrüh seinen Frontflügel bei einem Unfall zerstört, danach war der 24-jährige Deutsche in allen drei Trainings über Platz drei nicht hinausgekommen. Erst eine halbe Stunde vor der Qualifikation am Samstag traf das aus England eingeflogene Ersatzteil am anderen Ende der Welt ein. In letzter Sekunde schnappte sich Vettel dann mit einer Runde am Limit um einen Wimpernschlag seine bereits zwölfte Pole in diesem Jahr.

    27. Quali-Bestzeit für Vettel

    "Yes. That's what I am talking about!", schrie Vettel nach seiner insgesamt bereits 27. Qualifikations-Bestzeit zunächst vor Freude in den Bordfunk. "Das war der beste Dank an die Fabrik daheim. Ohne sie würde ich nicht hier sein. Ich habe alles aus dem Auto rausgequetscht", schob er später bei der FIA-Pressekonferenz, flankiert von den beiden McLaren-Fahrern Button und Lewis Hamilton, ein Kompliment an das Team nach.

    Am Sonntag jagt Vettel vom besten Startplatz aus seinen bereits zehnten Saisonsieg. Zum vorzeitigen Titelgewinn würde ihm sogar schon Platz zehn genügen, sofern Button gewinnen sollte. "Aber ich konzentriere mich nicht auf diesen einen Punkt. Ich habe gestern eine Lektion bekommen, weil ich nicht ganz konzentriert war. Ich will gewinnen", sagte der überlegene WM-Führende Vettel.

    Die Doppelweltmeister-Shirts sind längst gedruckt und liegen auch in Japan in den Boxen bereit. Bei einem Ausfall Buttons kann Vettel am Sonntag schon lange vor Rennschluss wieder Champion sein. "Wir ziehen sie aber erst an, wenn es so weit ist", blieb Motorsport-Direktor Helmut Marko wie immer auf dem Boden.

    Red-Bull-Pilot jagt Rekorde

    Nur noch Button kann auf dem Papier Vettels Krönung zum jüngsten Doppelweltmeister der Geschichte verzögern. "Man ist immer enttäuscht, wenn es so eng hergeht", sagte der Engländer, der zuvor in allen drei Freien Trainings Schnellster gewesen war. "Sebastian und Red Bull haben heute einfach einen besseren Job gemacht als wir", bekannte der Ex-Weltmeister dann. Hamilton konnte im Finish nicht mehr eingreifen, weil er zu spät über die Startlinie gefahren war.

    Bei Vettel hingegen geht es nun bereits verstärkt um Rekorde. Mehr Poles in einer Saison haben bisher nur Nigel Mansell (14) sowie Ayrton Senna und Alain Prost (je 13) geschafft. Mit seinem zehnten Saisonsieg hätte Vettel nur noch seinen Landsmann Michael Schumacher (13 bzw. 11) vor sich.

    "Mit dem Eintreffen des Flügels waren unsere Chancen wieder deutlich besser", freute sich auch Marko über Vettels Pole. "Es wurde am Ende so knapp, weil die Feinabstimmung erst im Qualifying erfolgte und wir sogar vor dem letzten Run noch eine Flügelverstellung vorgenommen haben", erklärte der Österreicher. "Das war eine perfekte Runde von Sebastian. Wir wollen auch dieses Rennen gewinnen."

    Für die Überraschungen des Tages sorgten bei 23 Grad und Sonnenschein Nico Rosberg und Kamui Kobayashi. Der deutsche Mercedes-Pilot konnte wegen eines Hydraulik-Defektes nicht antreten und startet am Sonntag aus der letzten Reihe. Lokalmatador Kobayashi schaffte es im Sauber zur Freude der vielen Fans in die Top Ten und wird Sonntag sogar als Achter ins Rennen gehen, weil er im letzten Qualifikations-Abschnitt einmal auf die Strecke gegangen war, während die beide Renaults darauf verzichtetet hatten.

    Qualifying-Ergebnisse

    1. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:30,466
    2. Jenson Button (GBR) McLaren-Mercedes 1:30,475
    3. Lewis Hamilton (GBR) McLaren-Mercedes 1:30,617
    4. Felipe Massa (BRA) Ferrari 1:30,804
    5. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:30,886
    6. Mark Webber (AUS) Red Bull 1:31,156
    7. Michael Schumacher (GER) Mercedes
    8. Bruno Senna (BRA) Lotus-Renault
    9. Witali Petrow (RUS) Lotus-Renault
    10. Kamui Kobayashi (JPN) Sauber
    alle ohne Zeit im Q3

    Hans Gödel/APA aus Suzuka

    Vettel jagt Rekordmarke an Saison-Poles

    Nach seiner zwölften Saison-Bestzeit im Qualifying fehlen Sebastian Vettel nur noch zwei Pole Positions zum Saisonrekord von Nigel Mansell. Der Brite war 1992 gleich 14-mal von der besten Position aus ins Rennen gegangen.

    Meiste Pole-Positions pro Jahr

    • 1. Nigel Mansell (GBR) 14 (1992)
    • 2. Ayrton Senna (BRA) 13 (1988)
    • . Ayrton Senna (BRA) 13 (1989)
    • . Alain Prost (FRA) 13 (1993)
    • 5. Sebastian Vettel (GER) 12 (2011) *
    • 6. Mika Häkkinen (FIN) 11 (1999)
    • . Michael Schumacher (GER) 11 (2001)
    • 8. Ayrton Senna (BRA) 10 (1990)
    • . Jacques Villeneuve (CAN) 10 (1997)
    • . Sebastian Vettel (GER) 10 (2010)
    • * = nach 15 von 19 Saisonrennen

    Ewige Bestenliste Pole Positions

    • 1. Michael Schumacher (GER) 68 **
    • 2. Ayrton Senna (BRA) 65
    • 3. Jim Clark (GBR) 33
    • . Alain Prost (FRA) 33
    • 5. Nigel Mansell (GBR) 32
    • 6. Juan Manuel Fangio (ARG) 28
    • 7. Sebastian Vettel (GER) 27 **
    • 8. Mika Häkkinen (FIN) 26
    • 9. Niki Lauda (AUT) 24
    • Nelson Piquet (BRA) 24
    • 11. Fernando Alonso (ESP) 20 **
    • . Damon Hill (GBR) 20
    • ** = noch aktiv

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      Der Red Bull Ring steht im Mittelpunkt des Projektes Spielberg. Rund um die Rennstrecke hat sich Mateschitz selbst die Infrastruktur geschaffen – mit Hotels in allen Preisklassen, einer Offroad-Strecke und mehr.

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      Formel-1-Weltmeister seit 2005

      2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
      2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
      2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
      2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
      2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
      2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
      2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
      2012: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
      2013: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

       

      Formel-1-Rekordweltmeister

      Fahrer:

      1. Michael Schumacher (GER)
      7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
      2. Juan Manuel Fangio (ARG)
      5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
      3. Alain Prost (FRA)
      4 WM-Titel(1985,86,89,93)
      . Sebastian Vettel (GER)
      4 WM-Titel (2010,2011,2012,2013)

      Konstrukteure

      1. Ferrari
      16 WM-Titel
      2. Williams
      9 WM-Titel
      3. McLaren
      8 WM-Titel

       

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