Ein Dach über dem Kopf
Die F1 als "geschlossene Gesellschaft"? Der Prototyp von Red Bull fährt vorerst aber nur in einem Computerspiel. Der Red Bull X1 wurde von Designer Newey als virtuell schnellstes Rennauto aller Zeiten entworfen.

Foto © APA/EPAMark Webber geht hier noch im "alten" Red-Bull-Boliden auf Punktejagd
Darüber, wer heuer Formel-1-Weltmeister wird, zerbricht sich vor dem Japan-Grand-Prix am kommenden Sonntag niemand mehr den Kopf. Sebastian Vettel fehlt aus fünf Rennen und möglichen 125 Punkten ein einziger für seinen zweiten Titel hintereinander.
Über ihre Zukunft zerbricht sich die Formel 1 aber sehr wohl den Kopf. Zum Beispiel darüber, wie man den Piloten und eben vor allem dessen Kopf noch besser schützen könnte? Zuletzt hat das FIA-Institut für Sicherheit unter Präsidenten Sid Watkins, früher Chefarzt der Formel 1, eine Art Sicherheitskuppel für das Cockpit präsentiert.
Überschläge, herumfliegende Wrackteile, die Unfälle von Felipe Massa in Budapest 2009, der von einer Stahlfeder beinahe erschlagen wurde oder einst von Alexander Wurz, dessen Helm in Melbourne vom Boliden von David Coulthard nur haarscharf verfehlt wurde - alle diese Beispiele wurden angeführt.
Und für eine Art Dach über dem Kopf könnte ein außergewöhnlicher Prototyp von Red Bull herangezogen werden. Jenes Modell, das der visionäre Designer Adrian Newey für ein Computerspiel als virtuell schnellstes Rennauto aller Zeiten entworfen hat. Der Red Bull X1 fährt ausschließlich auf der Sony-Playstation in "Gran Turismo 5", hat 1483 PS und über 450 km/h Höchstgeschwindigkeit.
Und - der Red Bull X1 hat genau jene Kuppel über dem Cockpit, wie sie der Formel 1 vorschwebt. "Hoffentlich lässt sich so etwas schnell umsetzen", sagt zum Beispiel Mercedes-Jungstar Nico Rosberg. "Wir müssen möglichst bald etwas finden, das jeder Art von Einwirkungen widersteht", sagt Felipe Massa. Die FIA ist bereits noch einen Schritt weiter. Eine derartige Sicherheitskuppel soll nicht von den Rennställen entwickelt werden, sondern als standardisiertes Modell. Firmen, die auch Kuppeln für Kampfjets herstellen, wurden bereits kontaktiert.
Features
Grand Prix von Japan
Freitag: Freie Trainings (3 Uhr bzw. 7 Uhr MESZ - ORF eins ab 7.30 Uhr live).
Samstag: Qualifying (7 Uhr, ORF eins ab 6.55 Uhr live).
Sonntag: Start 8 Uhr (ORF eins ab 7 Uhr, Sky Sport, RTL live).
Nächstes Rennen: Korea (16. 10.)













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