Vettel hängt sie alle ab
Am Sonntag könnte Sebastian Vettel (24) zum zweiten Mal Formel-1-Weltmeister werden. Aber schon heute hält kaum noch einer Vergleichen mit ihm stand.

Foto © APASebastian Vettel
Nach Sebastian Vettels Sieg vor zwei Wochen in Monza tat selbst sein Red-Bull-Stallgefährte Mark Webber etwas, was er normalerweise nicht tut. Er ließ den Kopf hängen. "Es ist alles vorbei", sagte Webber resignierend. "Der König Italiens ist ein netter, blonder Deutscher" schrieb "Tuttosport" und der "Corriere dello Sport" machte Vettel zu "einem von uns". "Wie viele Piloten sind so perfekt wie er?", fragte die "La Gazzetta dello Sport". Eine Frage nach einem Vergleich, den etwa Niki Lauda gar nicht zulassen will: "Sebastian Vettel kann man mit niemandem vergleichen. Er ist einzigartig. Er kann die Formel 1 jahrelang dominieren, wenn er im richtigen Auto sitzt."
Vergleiche
In Vettels deutscher Heimat hingegen wird beinahe wöchentlich verglichen, was das Zeug hält. "Sebas-Titan", titelte die "Bild Zeitung" unlängst und hat errechnet, dass Vergleichen mit Sebastian Vettel tatsächlich immer weniger Piloten standhalten. Nicht einmal mehr Allzeitgrößen wie Schumi, Lauda oder Senna.
Nicht einer von ihnen war im Alter von 24 Jahren - am 3. Juli hat Vettel seinen 24. Geburtstag gefeiert - auch nur annähernd so weit. Weder Niki Lauda noch Ayrton Senna, beiden waren später drei Mal Weltmeister, hatte zu diesem Zeitpunkt auch nur ein Formel-1-Rennen gewonnen. Michael Schumacher hatte gerade seinen ersten Sieg gefeiert. Vettel greift Sonntag im Nachtrennen von Singapur nach dem 19. Grand-Prix-Sieg und dem zweiten WM-Titel. Der fünffache Weltmeister Juan-Manuel Fangio und der vierfache Champion Alain Prost sind in diesem Alter noch nicht einmal Formel-1-Rennen gefahren.
Vorbereitungen
Red Bull ist jedenfalls schon gerüstet. Rund 80 Weltmeister-Kappen für das gesamte Team sollen im Gepäck für Singapur sein. "Wir wollen beide WM-Titel, ob in Singapur oder ein, zwei Rennen später spielt keine Rolle", sagt Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko aber noch etwas vorsichtig.












