Lokalmatador Alonso gibt Tempo vor
Lokalmatador Fernando Alonso hat im Freien Training für den Grand Prix von Europa in Valencia Tagesbestzeit erzielt. Vettel geht am Sonntag im achten Saisonlauf auf seinen bereits sechsten Sieg los.

Foto © GEPAFernando Alonso
Der spanische Ferrari-Pilot notierte am Nachmittag in der zweiten 90-Minuten-Session mit 1:37,968 Min. auf den weichen Reifen die schnellste Zeit vor Lewis Hamilton im McLaren (+0,227) sowie Vorjahressieger Sebastian Vettel im Red Bull (+0,297). Vettel geht vor den Augen des Donnerstagabend angereisten Red-Bull-Gründers Dietrich Mateschitz am Sonntag im achten Saisonlauf auf seinen bereits sechsten Sieg los, nachdem er schon beim Saisonauftakt in Australien und danach auch in Malaysia, der Türkei, in Spanien und Monaco gewonnen hatte. Nur in China (Hamilton) sowie zuletzt in Kanada, wo er einen weiteren Sieg aber erst in der letzten Runde gegen Jenson Button (McLaren) aus der Hand gab, musste sich der 23-jährige jeweils mit Platz zwei zufriedengeben.
In der Meisterschaft führt der Weltmeister nach 7 von 19 Rennen mit 161 Punkten überlegen vor Button (101). Vettel würde daher auch bei einem Doppelausfall am Sonntag in Spanien und am 10. Juli in Silverstone als WM-Führender zum Heimrennen am 24. Juli am Nürburgring kommen. Vor dem kommenden Rennen im America's Cup-Hafen von 2007, mit 11 Rechts- und 14 Linkskurven die kurvenreichste Piste im ganzen WM-Kalender, tritt allerdings erstmals ein neues Verbot in Kraft. Die Teams dürfen in Valencia zwischen dem Qualifikationstraining am Samstag und dem Rennstart am Sonntag an der Motorenprogrammierung nichts mehr verändern. Ob dies bereits Auswirkungen hat, wird man am Samstag zwischen 14.00 und 15.00 Uhr in der "Qualifikationsstunde der Wahrheit" sehen. Bisher gingen alle Pole-Positionen an die überlegenen RB7 von Red Bull Racing. Sechs Mal setzte sich Vettel durch, ein Mal Mark Webber.
Ab Silverstone ist dann das heiße Anblasen des Unterbodens durch Auspuffgase im Schleppbetrieb überhaupt verboten. Dieses überraschende Verbot wird vor allem von den Top-Teams kritisert. Der Motorsport-Weltverband (FIA) hatte deshalb extra für Freitagabend in Valencia eine Pressekonferenz einberufen, um zu erklären, warum man dieses sehr aufwändige System mitten in der Saison für illegal erklärt hat. Der vor einem Monat im Monaco-Training schwer verunfallte Sergio Perez (Sauber) fuhr am Freitag 37 Runden und belegte Rang 16. Der Mexikaner war vor zwei Wochen in Kanada zwar ins Grand-Prix-Auto zurückgekehrt, hatte aber nach dem Freitagstraining über Übelkeit geklagt und war von Pedro de la Rosa ersetzt worden.












