Vettel auch in Montreal-Quali nicht zu stoppen
Sebastian Vettel ist auf dem besten Wege zum sechsten Sieg im siebenten WM-Lauf der Saison. Der RB-Pilot holte sich in Kanada erneut die Pole Position.

Foto © GEPA
"Ich bin sehr zufrieden, das ist ein großer Schritt. Wir können zuversichtlich sein, aber es wird nicht einfach", betonte der Deutsche nach der insgesamt 21. "Pole" seiner Karriere, der bereits sechsten in diesem Jahr. Die Plätze zwei und drei schnappte sich das Ferrari-Duo Fernando Alonso und Felipe Massa, dahinter folgte Vettels australischer Teamkollege Mark Webber auf Platz vier.
Regenabstimmung
Der WM-Zweite Lewis Hamilton musste sich dagegen im McLaren nur mit Rang fünf begnügen. Sein Teamchef Martin Whitmarsh erklärte jedoch unmittelbar nach dem Qualifying, dass der Ex-Weltmeister ebenso wie sein siebentplatzierter Teamkollege und englischer Landsmann Jenson Button wegen der schlechten Wetterprognosen für Sonntag bereits mit Regenabstimmung unterwegs gewesen war. Völlig unbeeindruckt von seinem Trainings-Crash am Vortag an der "Mauer der Champions" drehte Vettel in der entscheidenden dritten Quali-Session der Top Ten wieder einmal die schnellste Runde. An der Zeit von 1:13,014 Minuten bissen sich die Rivalen des 23-Jährigen auf dem 4,361 Kilometer langen Circuit Gilles Villeneuve die Zähne aus.
"Danke, dass ihr das Auto wieder zusammengeflickt habt, nachdem ich es am Freitag in die Mauer geknallt habe", ließ Vettel seine Mechanikern nach getaner Arbeit bereits via Boxenfunk wissen. "Ich fühle mich ganz wohl hier nach dem holprigen Start am Freitag", gab er dann bei der Pressekonferenz der drei Schnellsten zu Protokoll. Zwar freute er sich über die "Pole", überbewerten wollte er sie aber nicht. "Die Bedingungen werden sich wohl ändern, es wird wohl Regen kommen, aber warten wir einmal ab", weiß Vettel, dass einige Meteorologen Regen für Sonntag prophezeit haben. Vor allem von Alonso und Massa erwartet er viel Druck, er ist aber bereit für diese Herausforderung. "Wir wussten ja schon vorher, dass das nicht unsere beste Lieblingstrecke ist, weil es hier nicht viele von den von uns so geliebten Hochgeschwindigkeitskurven geht. Doch wir sind bereit für den Kampf", betonte der jüngste F1-Champion der Geschichte.
Probleme mit dem Energierückgewinnungssystem
Hamilton, der im Vorjahr zum zweiten Mal in Kanada gewonnen hatte, machte trotz des schwachen Quali-Abschneiden einen zufriedenen Eindruck, auch wenn seine Worte anderes erwarten ließen. "Keine Ahnung, was mit dem Auto los ist. Wir sind auf den Geraden langsamer als die anderen - und in den Kurven fehlt uns der Grip. Die anderen haben im Gegensatz zu uns scheinbar einen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben versucht, die beste Position rauszuholen, das ist alles, was drin war", meinte der Brite lächelnd, ohne ein Wort über die von Whitmarsh preisgegebene Regenabstimmung zu verlieren.
Während McLaren auf Regen hoffte, bereitete Red Bull wieder einmal das KERS-System Kopfzerbrechen. Probleme mit dem Energierückgewinnungssystem hatten Webber im Vormittagstraining zu einer Pause gezwungen. Auch deshalb keimte bei Ferrari Hoffnung auf den Kanada-Triumph auf. "Es sieht gut aus. Ich bin total glücklich mit unserem Auto. Wir haben eine Chance auf den Sieg", betonte Alonso voller Zuversicht für Sonntag.
Features
Startaufstellung:
1. Reihe: Vettel (GER) Red-Bull-Renault 1:13,014 und Alonso (ESP) Ferrari 1:13,199
2. Reihe: Massa (BRA) Ferrari 1:13,217 und Webber (AUS) Red-Bull-Renault 1:13,429
3. Reihe: Hamilton (GBR) McLaren-Mercedes 1:13,565 und Rosberg (GER) MercedesGP 1:13,814
4. Reihe: Button (GBR) McLaren-Mercedes 1:13,838 und Schumacher (GER) MercedesGP 1:13,864
5. Reihe: Heidfeld (GER) Renault 1:14,062 und Petrow (RUS) Renault 1:14,085












